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Bundesrat Martin Pfister verurteilt russische Desinformation

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Zürich,

Bundesrat Martin Pfister hat in Zürich die zunehmende Desinformation durch Russland deutlich und konkret angeprangert. Der Verteidigungsminister deutet dies als Ziel, die Politik hierzulande zu beeinflussen und die Bevölkerung zu verunsichern.

Bundesrat Martin Pfister (mitte) spricht an der «Dreikönigstagung» der Medienbranche in Zürich mit Vertretern des Verlegerverbandes VSM.
Bundesrat Martin Pfister (mitte) spricht an der «Dreikönigstagung» der Medienbranche in Zürich mit Vertretern des Verlegerverbandes VSM. - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Dass Russland den Westen mit hybrider Konfliktführung beeinflussen will, ist keine neue Erkenntnis – ebenso, dass auch die Schweiz zunehmend davon betroffen ist. Doch selten hat ein Bundesrat russische «Verschwörungserzählungen», wie Pfister sie auch bezeichnete, so deutlich verurteilt.

«Insbesondere Russland greift die Schweiz seit 2022 zunehmend mit Beeinflussungsaktivitäten an», sagte der Verteidigungsminister in seiner Rede an der sogenannten Dreikönigstagung der Schweizer Medienbranche. Russland verbreite in der Schweiz vor allem Desinformation und Propaganda, die unter anderem behaupte, die Schweiz sei nicht mehr neutral, nicht mehr demokratisch und nicht mehr sicher.

Pfister führte am Treffen der Verleger ein konkretes Beispiel aus. In einer Beeinflussungsaktivität vom letzten Mai hätten pro-russische Konten koordiniert auf sieben Social-Media-Plattformen und in allen Schweizer Amtssprachen ein aus dem Kontext gerissenes Video aus Genf verbreitet. «Dieses hat vermeintlich gezeigt, dass die Schweiz im Chaos versinke», sagte Pfister. Die Posts seien innert kurzer Zeit über zwei Millionen Mal angeschaut.

Allein die zwei bekannten russischen Desinformations-Plattformen Russia Today und Prawda würden in der Schweiz zwischen 800 und 900 Artikel pro Monat verbreiten, führte der Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) weiter aus. Wenn solche Erzählungen ungebremst wirken, werde eine Gesellschaft verwundbar.

Die Schweizer Medienverlage würden in einem solchen Umfeld eine entscheidende Rolle spielen, fasste der Bundesrat zusammen. «Ein gesundes Mediensystem ist auch Teil der Schweizer Sicherheitsarchitektur.» Gerade in der Zeit der technologischen Veränderung und der geopolitischen Unsicherheit brauche es mehr denn je Medien, die ihre Verantwortung wahrnehmen würden.

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Kommentare

User #3198 (nicht angemeldet)

verurteilt hoffentlich auch die Desinformation von Merz und Rutte.

User #2019 (nicht angemeldet)

Herr Pfister veröffentlichen sie sofort einen Faktencheck zu allem Unsinn aus Moskau und Washington. Dann erübrigt sich eine sich wiederholende Verurteilung, und niemand muss sich über den Stuss von Wladimir und Donald aufregen.

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