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Bundesrat hält achtzigjährigen Betrieb von AKWs für möglich

Keystone-SDA
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Bern,

Ein achtzigjähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt wäre technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich.

AKW Gösgen
Das Atomkraftwerk in Gösgen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die AKWs Gösgen und Leibstadt könnten 80 Jahre in Betrieb sein.
  • Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem am Mittwoch publizierten Bericht.
  • Bisher ging man von einem Betrieb von bis zu 60 Jahren aus.

Ein achtzigjähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen im Kanton Solothurn und Leibstadt im Kanton Aargau wäre technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich. Bisher hielt man einen Betrieb von bis zu sechzig Jahren für machbar.

Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem am Mittwoch publizierten Bericht, den der Ständerat mit einem überwiesenen Postulat von Thierry Burkart (FDP/AG) bestellt hatte.

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Eine Aktennotiz des Bundesamts für Energie (BFE) bestätigte bereits im Jahr 2024 die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Langzeitbetriebs der Schweizer Kernkraftwerke bis zu sechzig Jahren.

Technisch und wirtschaftlich möglich

Gemäss dem neuesten Bericht kommt der Bundesrat zum Schluss, dass auch ein achtzigjähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre.

Die erforderlichen Investitionen für technische Nachrüstungen beim Langzeitbetrieb würden sich voraussichtlich lohnen. Eine finanzielle Förderung des Langzeitbetriebs erachtet die Landesregierung derzeit als nicht notwendig.

AKW Leibstadt
Das AKW in Leibstadt. - keystone

Erst am Montag hatte Thomas Sieber, Chef des Stromkonzerns Axpo, bis zu achtzigjährige Laufzeiten für Gösgen und Leibstadt für denkbar gehalten. Bei Gösgen müsse bis 2029 entschieden werden, ob das Werk weiterbetrieben oder wie geplant vom Netz genommen werde.

Axpo besitzt das Kernkraftwerk Beznau im Kanton Aargau und ist an den Kraftwerken Leibstadt und Gösgen beteiligt. Im Jahr 2024 kündigte der Konzern an, das Kernkraftwerk Beznau nach rund sechzig Jahren ausser Betrieb zu nehmen.

Kommentare

User #4317 (nicht angemeldet)

In Belgien sind Anfang April 2026 die letzten zwei Atomkraftwerke für sieben Monate abgeschaltet worden. Diesen radioaktiven Flatterstrom braucht niemand.

User #4568 (nicht angemeldet)

Je älter der Beton, desto härtet wird dieser. Die Technik wird sowieso laufend angepasst. Also null Problem.

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