Franken

    Bund zahlt den Kantonen 3000 Franken pro Ukraine-Flüchtling

    Elisa Jeanneret
    Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Kantone erhalten künftig 3000 Franken mehr pro schutzsuchende Person. So sollen die ukrainischen Geflüchteten Sprachkurse besuchen können.

    Ukraine Flüchtlinge
    Ukrainische Geflüchtete erhalten Deutschunterricht in Rehetobel AR, am 8. April 2022. Die Kantone erhalten nun 3000 Franken mehr pro Flüchtling, um den Spracherwerb zu fördern. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat hat heute beschlossen, die Globalpauschale für Schutzsuchende zu erhöhen.
    • Die Kantone erhalten für jede aus der Ukraine geflüchteten Person 3000 Franke mehr.
    • So soll der Spracherwerb der Geflüchteten gefördert werden.

    Vor etwa drei Wochen schickte das Staatssekretariat SEM eine Erhöhung der Globalpauschale für Personen mit Schutzstatus S in Konsultation. Heute hat der Bundesrat diese Erhöhung von 18'000 auf 21'000 Franken für gutgeheissen.

    SEM Schraner Burgener
    Christine Schraner Burgener, Staatssekretärin für Migration, im Bundesasylzentrum in Zürich am 13. März 2022. - Keystone

    Die Kantone erhalten von nun an zusätzliche 3000 Franken pro Person, wie der Bund mitteilt. Das Geld soll vor allem in den Spracherwerb investiert werden, damit die Geflüchteten arbeiten und am Sozialleben teilnehmen können. Auch für die Integration von Kindern in Schulen ist das Erlernen der lokalen Sprache wichtig.

    Denken Sie, dass der Ukraine-Krieg bald enden wird?

    Die Kantone haben dem Grundsatz der Zusatzfinanzierung zugestimmt. Auf längere Dauer jedoch halten sie die 3000 Franken für unzureichend, wie in der Mitteilung steht.

    Ukraine Krieg Szöllösy Flüchtlinge
    Gaby Szöllösy, Generalsekretärin der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren. - Keystone

    «Aufgrund der unsicheren Prognose und des rückkehrorientierten Status hat der Bundesrat jedoch entschieden, an diesem Betrag festzuhalten», heisst es weiter. Im laufenden Jahr sollen aber Erfahrungen gesammelt werden, eine Verlängerung des Unterstützungsprogramms sei nicht ausgeschlossen.

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