Bund erlässt Pufferzonen in drei Kantonen im Kampf gegen Japankäfer
Das Bundesamt für Landwirtschaft erlässt Befall- und Pufferzonen gegen den schädlichen Japankäfer im Tessin, Wallis und Graubünden.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bund hat Pufferzonen in drei Kantonen festgelegt, um den Japankäfer zu bekämpfen.
- Diese wurden in den Kantonen Tessin, Wallis und Graubünden erlassen.
- In einigen Regionen ist eine Ausrottung wegen der starken Verbreitung nicht mehr möglich.
Um die fortschreitende Ausbreitung des schädlichen Japankäfers einzudämmen, hat das Bundesamt für Landwirtschaft Befall- und Pufferzonen erlassen.
Und zwar in den Kantonen Tessin, Wallis und Graubünden. In diesen Zonen gelten gewisse Einschränkungen und Vorgaben für die Landwirtschaft und im Gartenbau.
Die Verbreitung des Japankäfers sei in Teilen der Kantone Tessin und Wallis so fortgeschritten, dass eine Ausrottung nicht möglich sei. Dies teilte das Bundesamt für Landwirtschaft am Freitag im Bundesblatt mit. Das rechtfertige die Ausscheidung von Befallzonen in den beiden Kantonen.
Rund um die Befallzonen wurden zudem Pufferzonen definiert. Diese gibt es auch im Kanton Graubünden.
Pflanzliches Kompostmaterial darf nur innerhalb der Zonen verwendet werden. Vom 1. Juni bis 30. September ist zudem die Ausfuhr von Pflanzenmaterial aus der Grünpflege verboten.
Vorsichtsmassnahmen zur Eindämmung
Das Ausführen von lebenden Pflanzen mit Wurzeln in Erde oder organischem Kultursubstrat ist nur unter bestimmten Vorgaben erlaubt.
Einschränkungen gelten auch für Fahrzeuge und Geräte, die zur Bodenbearbeitung in einer der Zonen eingesetzt werden. Sie dürfen die Zone nur verlassen, wenn sie von Erde und Pfanzenrückständen gereinigt wurden.
Im Tessin ist von der Regelung ein Grossteil des Kantons betroffen, samt Lugano, Locarno, Bellinzona und Chiasso.
Betroffene Gebiete
Im Kanton Wallis liegen etwa ein Dutzend Gemeinden im Raum Brig in einer der Zonen. In Graubünden schliesslich wurde über 10 Gemeinden im südlichen Misox eine Pufferzone verhängt.
Die Larven des Japankäfers ernähren sich hauptsächlich von Graswurzeln und gefährden so Grünflächen aller Art. Sie stellen laut dem Bund eine Gefahr dar für die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Umwelt.