Bärin Jamila wegen milden Winters in Arosa überraschend aktiv
Die Bärin Jamila aus dem Arosa Bärenland reagiert auf die milden Temperaturen und zeigt sich trotz Winterruhe überraschend aktiv. Die Verantwortlichen öffneten nun die Aussenanlage. Fachleuten zufolge passen sich die Tiere zunehmend an veränderte Witterungen an.

Die Bären gingen deshalb später in die Winterruhe, unterbrächen diese häufiger oder ruhten insgesamt weniger lange, hiess es in einer Mitteilung des Arosa Bärenlands am Dienstag. Beim Gehege auf 2000 Metern über Meer sind zurzeit mehrere grüne beziehungsweise braune Stellen sichtbar.
Fälschlicherweise glaubten viele Menschen, dass Bären den ganzen Winter durchschliefen, liess sich der wissenschaftliche Leiter des Bärenlands, Hans Schmid zitieren. «Wenn sich Jamila nun draussen zeigt, hilft das, ein realistischeres Bild vom Verhalten dieser Tiere zu vermitteln.»
Dass Braunbären im Winter zeitweise aktiv sind, sei grundsätzlich normal. Bei der Winterruhe sind Stoffwechsel und Aktivität zwar reduziert, doch die Tiere bleiben im Unterschied zum Winterschlaf beweglich und können ihre Ruheplätze verlassen. Milde Temperaturen wie heuer begünstigen solche Aktivitätsphasen. «Sobald wieder mehr Schnee fällt, wird sich dieses Verhalten voraussichtlich wieder reduzieren», so Schmid.
Jamilas Aktivität habe keinen negativen Einfluss auf ihre Gesundheit, betonte Schmid weiter. Damit sie ihrem Bedürfnis nachgehen kann, öffnete das Team des Bärenlands die Aussenanlage. «Es ist uns wichtig, dass das Tier selbst entscheiden kann, wie es sich verhält.»
Besuchende des Bärenlands sowie Wintersportlerinnen könnten somit auch im Winter einen Blick auf die Bärin erhaschen. Das Personal vor Ort sei informiert und stehe Gästen für Auskünfte zur Verfügung, hiess es weiter.






