Schweizer Armee

Armee steht bei Altlastensanierung vor «grossen Herausforderungen»

Keystone-SDA
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Bern,

Das Verteidigungsdepartement steht vor einer grossen Herausforderung bei der Sanierung von umweltbelasteten Standorten.

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Die GSoA will den umstrittenen Drohnenkauf der Armee juristisch anfechten. (Archivbild) - keystone

Die Sanierung von umweltbelasteten Standorten stellt das Verteidigungsdepartement vor grosse Herausforderungen. Dies zeigt ein neuer Bericht des Bundesrats. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) will die Altlastensanierung in den nächsten Jahren vorantreiben. Bis im Jahr 2045 sollen alle Sanierungsmassnahmen abgeschlossen sein.

Gemäss einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, den der Nationalrat bestellt hatte, waren im Mai 2024 rund 1000 untersuchungs- und überwachungsbedürftige sowie 230 sanierungsbedürftige Standorte im entsprechenden Register aufgeführt.

Erschwerend zu dieser hohen Anzahl komme hinzu, dass das VBS zahlreiche Standorte neu auf äusserst stabile synthetische Industriechemikalien untersuchen muss, welche in der Umwelt nicht abgebaut werden. Sogenannte Pfas stünden künftig im Fokus der künftigen Altlastenbearbeitung. Das VBS setzt sich gemäss dem Bericht zum Ziel, alle Standorte wo möglich und nötig bis 2032 zu untersuchen.

Pfas-Standorte: Offene Vollzugsfragen

«Bei der Erfassung, Untersuchung, Beurteilung und Sanierung von Pfas-Standorten gibt es noch zahlreiche offene Vollzugsfragen», schreibt der Bundesrat. Nach aktuellem Kenntnisstand gingen insbesondere vom Einsatz von Löschschaum auf Brandübungsplätzen und bei Brandereignissen sowie bei der Wartung von Feuerlöschern bedeutende Belastungsrisiken aus.

Die weitere Bearbeitung der belasteten Standorte des VBS wird gemäss dem Bericht Kosten in der Grössenordnung von 400 bis 600 Millionen Franken verursachen. Die Kosten der Altlastensanierungen der einzelnen Standorte liessen sich erst mit dem jeweiligen Sanierungskonzept genauer abschätzen.

Anpassungen der rechtlichen Vorgaben könnten laut dem Bundesrat dazu führen, dass die Termin- und Kostenplanung angepasst werden muss. Spezialfälle wie Mitholz oder allfällige Sanierungen von Zielgebieten in Seen sind in der Kostenabschätzung nicht berücksichtigt.

Die Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) hatte vor zwei Jahren kritisiert, dass Seemunitions-Standorte für den Bund ein finanzielles und rufschädigendes Risiko darstellten. Dem VBS wurde damals empfohlen, Untersuchungen durchzuführen, um Risiken von Sanierungen besser beurteilen zu können.

Kommentare

User #4715 (nicht angemeldet)

Welche Herausforderungen denn? Auch ausserhalb der Bürozeiten einsatzbereit zu sein?

User #4140 (nicht angemeldet)

Denkt ihr, die Ukraine macht sich auch gerade Sorgen um solche Altlasten? Wollt ihr wieder mit Helebarden und Pfeilbogen die Schweiz beschützen nur weil sich wieder ein paar grüne echaufieren und im Ernstfall auf fremde Mächte vertrauen?

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