Erstes Resultat: Zweimal wuchtiges Nein aus Berikon AG

Vivian Balsiger
Vivian Balsiger

Bern,

Die Erbschaftssteuer der Juso und die Service-Citoyen-Initiative haben schlechte Karten am heutigen Abstimmungssonntag. Das Neuste gibt es hier im Live-Ticker.

abstimmmungen
Die Schweiz stimmt heute über die Zukunftsinitiative und Service Citoyen ab. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Stimmvolk stimmt heute über die Zukunftsinitiative und Service Citoyen ab.
  • Gemäss Umfragen wird es am Ende des Tages zweimal Nein heissen.
  • Mit dem Liveticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Am letzten Sonntag im November ist traditionell Abstimmungstag. Die Schweiz entscheidet über zwei Vorlagen: Die Zukunftsinitiative der Juso, die eine 50-Prozent-Erbschaftssteuer ab 50 Millionen Franken verlangt. Sowie der Service-Citoyen-Initiative, die eine Dienstpflicht für Schweizer und auch Schweizerinnen vorsieht.

Die aktuellen Geschehnisse gibt es im Nau.ch-Ticker.

11.31: Erste Resultate aus Berikon AG: Zweimal Nein

Trotz des Verbots, vor 12.00 Uhr Ergebnisse zu veröffentlichen, gibt es im Kanton Aargau frühe Zahlen.

In Berikon AG wurden die Initiativen der Juso und der Service-Citoyen-Initiative deutlich abgelehnt: Die Erbschaftssteuer erhielt nur 100 Ja-Stimmen bei 1261 Nein-Stimmen – gerade mal 7,35 Prozent Zustimmung.

Der Bürgerdienst fand mit 181 Ja-Stimmen immerhin eine kleine Anhängerschaft. Diese Zahlen sind zwar nicht repräsentativ, geben jedoch einen ersten Hinweis auf die Stimmung.

11.20: Zahlreiche kantonale Vorlagen

Neben den zwei nationalen Vorlagen stehen in mehreren Kantonen noch weitere Abstimmungsvorlagen an:

Kanton Luzern: Die SP bringt eine umstrittene Kita-Initiative zur Abstimmung.

Kanton Zug: Ein Votum über das Stimmrecht für Menschen mit Beeinträchtigung steht an.

Kanton Appenzell Ausserrhoden: Die Frage nach dem Stimmrecht für Ausländer sorgt für Diskussionen.

Kanton St. Gallen: Wird in Zukunft die Testung auf sexuell übertragbare Krankheiten für alle kostenfrei sein? Diese Frage wird das Stimmvolk in St. Gallen entscheiden.

Kanton Solothurn: Über ein Verbot von Lottoanbietern wird in Solothurn entschieden.

Kanton Zürich: geht es gleich um vier kantonale und sieben kommunale Vorlagen – darunter Tempo 30 und ein Velo-Rahmenkredit in der Stadt.

11.00: Bei beiden Vorlagen wird ein Nein erwartet

Gemäss Umfragen ist bei beiden Vorlagen nicht die Frage, ob es ein Ja oder Nein gibt. Sondern: Wie gross fällt die Klatsche aus?

In den letzten Umfragen lag so der Nein-Anteil bei der Juso-Initiative bei zwei Dritteln bis drei Vierteln. Werden es heute gar weniger als 20 Prozent Ja-Stimmen? Das wäre selbst für Juso-Verhältnisse sehr wenig.

Anders liegt der Fall bei der Service-Citoyen-Initiative. Sie startete immerhin mit einer Patt-Situation in den Abstimmungskampf, auch wenn dies für Initiativen nicht gerade vielversprechend ist. Ihre Ja-Anteile lagen zuletzt fast so tief wie die der Zukunftsinitiative.

Kommentare

User #3135 (nicht angemeldet)

Die Mächtigen leben abgeschirmt in glitzernden Welten, während der Großteil der Bevölkerung jeden Cent zweimal umdrehen muss. Geld vermehrt sich wie von selbst, während Arbeit schwer belastet wird und Herkunft oft mehr zählt als Können. Haustiere genießen Delikatessen, die sich viele Menschen nur erträumen können. Orte wie Gaza zeigen: Es gäbe genug Nahrung, Wissen und Raum für alle – doch Politik, Macht und Zugehörigkeit entscheiden über Leben und Tod. Überfluss für wenige, Entbehrung für viele: Das ist der Spiegel unserer Gegenwart. Wer nur oberflächlich schaut, erkennt es nicht. Wer wirklich etwas verändern will, muss hinschauen, Fragen stellen und handeln. 2025 ist kein Jahr des Fortschritts – es ist ein Jahr, das offenlegt, wie weit wir noch von Gerechtigkeit, Chancen und Menschlichkeit entfernt sind. Solange ein Hund in einem Luxushotel mehr Komfort erfährt als ein Mensch nach jahrelanger harter Arbeit, wird die Idee der Chancengleichheit zur Illusion. Reichtum, der ohne eigene Leistung vererbt wird, vergrößert die Kluft zwischen denen, die haben, und denen, die kämpfen müssen. Und solange sich daran nichts ändert, bleibt die Ungleichheit ein unübersehbares Zeichen unserer Zeit.

User #4222 (nicht angemeldet)

In der Regel gehen Firmen in driter Generation zugrunde und werden veräussert. Liebe JUSO übernehmt diese Betriebe denkt daran müsste dan arbeiten von nicht's kommt nicht's.

Weiterlesen

Peter Spuhler «Arena»
202 Interaktionen
Wegen Juso
Hässig Rüegsegger Service Citoyen
83 Interaktionen
Service Citoyen
Claude Longchamp Juso Erbschaftssteuer
352 Interaktionen
Longchamp

MEHR AUS STADT BERN

Vegan Mensa
23 Interaktionen
Bern
SCL Tigers
4 Interaktionen
Biel unglücklich
YB
321 Interaktionen
Ausschreitung