13. AHV-Rente

    13. AHV-Rente: Nationalrat debattiert umstrittene Finanzierung

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Bern,

    Der Nationalrat ist bereit, über die Finanzierung der 13. AHV-Rente zu debattieren. Das Modell bleibt umstritten.

    13 ahv rente
    Zuschauer auf der Tribüne verfolgen die Debatte um die Umsetzung und Finanzierung der Initiative für eine 13. AHV-Rente während der Herbstsession der Eidgenössischen Räte. - keystone

    Die vom Volk beschlossene 13. AHV-Rente sorgt weiter für hitzige Debatten im Nationalrat: Drei Anträge, die Vorlage zurückzuweisen oder zur Überarbeitung zurückzuschicken, wurden abgelehnt.

    Wie «Swiss Info» berichtet, forderten SVP und FDP eine Gesamtschau für die Finanzierung.

    13 ahv rente
    Jean-Luc Addor, SVP-VS (hinten links), schaut bei einer Abstimmung um die Umsetzung und Finanzierung der Initiative für eine 13. AHV-Rente auf den Bildschirm. - keystone

    Sie kritisierten das Sanierungskonzept über Steuern und Abgaben. Die FDP-Sprecherin Regine Sauter verlangt ergebnisoffene Diskussionen über höhere Rentenalter und Anreize für längere Arbeit.

    Cyril Aellen (FDP) hält das Finanzierungskonzept der Mehrheit für ungerecht und schlecht für die Kaufkraft. Die SVP reichte zudem Sparvorschläge wie Kürzungen bei Kaderlöhnen, internationaler Zusammenarbeit und im Asylwesen ein.

    Finanzierungskonflikt und Parteienforderungen

    Die Forderung nach einer vollständigen Umstrukturierung der 13. AHV Rente stiess bei SP und Grünen auf Kritik: Samira Marti (SP) warnt laut dem «SRF», dass eine Verweigerungshaltung das AHV-Defizit vergrössere.

    Laut Nationalrätin Léonore Porchet (Grüne) lehnte die Bevölkerung ein höheres Rentenalter bereits ab, daher sei dieses Thema aktuell nicht mehrheitsfähig.

    Soll die 13. AHV-Rente ausschließlich durch Mehrwertsteurerhöhung finanziert werden?

    Kathrin Bertschy (GLP) befürwortet eine Mehrwertsteuererhöhung, weil dadurch auch Rentner an der Finanzierung beteiligt sind. Sie plädiert für eine Befristung der Massnahme bis 2030.

    Die Mehrheit im Nationalrat will die Mehrwertsteuer um 0,7 Prozentpunkte bis Ende 2030 erhöhen und zusätzliche Lohnprozente vermeiden.

    Lösungen und Ausblick auf die 13. AHV-Rente

    Der Bundesrat schlägt eine unbefristete Mehrwertsteuer-Erhöhung vor. Im Ständerat wurde im Juni auch eine Erhöhung der Lohnbeiträge diskutiert.

    Minderheiten im Nationalrat wollten diese Variante aufnehmen, stiessen aber auf Widerstand von SVP, FDP und GLP. Wie die «Handelszeitung» berichtet, geht das Geschäft zurück an den Ständerat.

    Dort werden in der nächsten Wintersession die letzten Finanzierungsdetails ausgehandelt. Die 13. AHV-Rente soll bereits ab 2026 ausgezahlt werden.

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    Kommentare

    User #1084 (nicht angemeldet)

    Wäre nun wirklich an der Zeit über eine Finanztransaktionssteuer nachzudenken. Es gibt genügend erfolgreiche Beispiele bei denen man abschauen kann wie das funktioniert. Vorschlag: 50% Transaktionssteuer, 25% Mehrwertsteuer und 25% Lohnsteuer.

    User #6089 (nicht angemeldet)

    Wo sind die 9.12 Milliarden Franken die der Bundesrat aus dem AHV Topf entwendet hat für anderweitige Zwecke? Werden wir bestohlen von den Politikern?

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