Walter Sittler muss seine Figuren mögen

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Deutschland,

Der Schauspieler kann nur in eine Figur hineinschlüpfen, wenn er sie in ihrer Komplexität auch versteht. Selbst bei der Darstellung eines Nazis sei das so, verrät er.

Walter Sittler setzt auf Ambivalenz auch bei Bösewichten. Foto: Marijan Murat/dpa
Walter Sittler setzt auf Ambivalenz auch bei Bösewichten. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schauspieler Walter Sittler kann nach eigener Aussage nur Personen spielen, die ihm schlüssig erscheinen.

«Das kann auch ein grausamer oder dummer Mensch sein, solange ich die Figur verstehe und in ihrer Komplexität mag», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Er könne auch einen Nazi wie Reinhard Heydrich verstehen und daher spielen, auch wenn er ihn im geschichtlichen Zusammenhang «ganz grauenhaft» finde. Der 67-Jährige, bekannt aus der Krimiserie «Der Kommissar und das Meer», wünscht sich, dass Bösewichte im Film ambivalenter gespielt werden.

«Wenn man die Bösen so darstellt, dass man ihre Bosheit zwei Meter gegen den Wind erkennt, ist das ein Fehler. Das ist ja genau der Punkt, dass man nicht sofort am Auftreten sieht, dass jemand kein guter Mensch ist.»

Am kommenden Montag ist Sittler im Film «Der Liebhaber meiner Frau» zu sehen (20.15 Uhr im Ersten).

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