Die Stadt wurde erstmals in einem auf den 25. Januar 1323 datierten Schreiben vom Grossfürsten von Litauen erwähnt. Grund genug, um den Geburtstag ausgiegig zu feiern.
Ein Faksimile des Briefs des Grossfürsten von Vilnius, Gediminas, in dem Vilnius erstmals erwähnt wird.
Ein Faksimile des Briefs des Grossfürsten von Vilnius, Gediminas, in dem Vilnius erstmals erwähnt wird. - Alexander Welscher/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Ausstellungen, Konzerten und zahlreichen weiteren Veranstaltungen feiert Litauens Hauptstadt Vilnius ihr 700-jähriges Bestehen.

Die Kapitale des baltischen EU- und Nato-Landes wurde erstmals in einem auf den 25. Januar 1323 datierten Schreiben vom Grossfürst von Litauen, Gediminas, erwähnt.

In einem handschriftlichen Brief lädt er «christliche Kaufleute, Bauern, Soldaten, Handwerker und Geistliche aus aller Welt, insbesondere aber die Bürger von Lübeck, Stralsund, Bremen, Magdeburg und Köln» dazu ein, sich in Litauen niederzulassen.

Ein Faksimile des historischen Dokuments wurde zur Feier des Tages im Gediminas-Turm ausgestellt, der als Wahrzeichen von Vilnius gilt. Das Interesse war gross: Viele Menschen standen Schlange, um einen Blick darauf werfen zu können. Nicht weit davon entfernt wurde im Innenhof des Grossfürstenpalasts anlässlich des Stadtgeburtstags auch ein neues Denkmal enthüllt. Höhepunkt der Feierlichkeiten soll am Mittwochabend eine multimediale Lichtshow mit Videoprojektionen und Lichtinstallationen an den Fassaden von Gebäuden und Plätzen in der Altstadt werden.

Die Feierlichkeiten zum Stadtgeburtstag werden sich bis in den Sommer erstrecken. Weitere Veranstaltungen sind etwa am 25. Juli geplant – dem Gedenktag des heiligen Christophorus, der als Schutzpatron des gut 550.000 Einwohner zählenden Vilnius gilt.

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