Virgin erhält Bahnzugang zum Ärmelkanaltunnel

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Grossbritannien,

Der britische Virgin-Konzern ist seinem Ziel nähergekommen, ab 2030 mit Eurostar auf den Zugverbindungen zwischen London und dem europäischen Festland zu konkurrieren. Die britische Bahnaufsicht ORR hat Virgin den Zugang zur Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 genehmigt.

Ein Virgin-Zug stoppt in der britischen Stadt Birmingham. (Archivbild)
Ein Virgin-Zug stoppt in der britischen Stadt Birmingham. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/LAWRENCE LOOI

Die Strecke verbindet London mit dem Ärmelkanaltunnel. Damit könnte Virgin Trains vom 1. Oktober 2030 an täglich bis zu 20 Hin- und Rückfahrten zwischen London und Paris, Brüssel oder Amsterdam anbieten, wie die Behörde am Montag mitteilte.

Bis zum Start sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Virgin muss unter anderem Züge beschaffen, den Zugang zu den weiteren benötigten Schienennetzen sichern und die nötigen Sicherheitsgenehmigungen in Grossbritannien und der EU erhalten. Bereits 2025 hatte das Unternehmen Zugang zu einem wichtigen Londoner Bahndepot erhalten.

Eurostar ist bislang der einzige Anbieter von Personenzügen durch den Ärmelkanaltunnel. Auch die italienische Trenitalia interessiert sich für Verbindungen zwischen London und dem Kontinent. Frühere Konkurrenzprojekte wurden allerdings nie umgesetzt.

Von mehr Wettbewerb erhoffen sich Reisende tiefere Preise. Der Tunnelbetreiber Eurotunnel sieht noch reichlich Kapazität: Durch den Tunnel könnten täglich bis zu 1000 Züge fahren, derzeit sind es rund 400.

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