Tom Hanks

    Tom Hanks: Oscar-Rolle in «Philadelphia» würde er heute ablehnen

    Nau Prominews
    Nau Prominews

    USA,

    Tom Hanks sagt in einem Interview, dass er heute die Rolle als homosexueller Anwalt in «Philadelphia» ablehnen würde. Das Publikum verdiene mehr Authentizität.

    Tom Hanks gewann 1994 einen Oscar für «Philadelphia».
    Tom Hanks gewann 1994 einen Oscar für «Philadelphia». - Featureflash Photo Agency/Shutterstock.com

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tom Hanks sagte, er würde heute keinen Homosexuellen mehr spielen.
    • Heute könne man mehr Authentizität von einem Film erwarten, so der Schauspieler.

    Tom Hanks (65) hat eine seiner grössten Rollen erklärt, er würde diese heutzutage nicht mehr spielen. «Könnte ein heterosexueller Mann jetzt das tun, was ich in 'Philadelphia' getan habe? Nein, und das zu Recht», sagte Hanks im «New York Times Magazine».

    In besagtem Film unter der Regie von Jonathan Demme (1944-2017) spielte der Hollywood-Star 1993 eine der Hauptrollen. Für die Darstellung des homosexuellen Rechtsanwalts Andrew Beckett wurde Hanks 1994 mit dem Oscar als «Bester Hauptdarsteller» ausgezeichnet.

    «Einer der Gründe, warum die Leute keine Angst vor diesem Film hatten, war, dass ich einen schwulen Mann spielte. Wir sind jetzt darüber hinaus», erklärte Hanks in dem Interview. Er glaube nicht, dass «die Leute das Unauthentische, wenn ein Hetero einen schwulen Mann spielt, akzeptieren würden». Es sei kein Verbrechen, kein Buhruf, wenn jemand sage, dass man mehr von einem Film verlangen könne.

    Tom Hanks: «Da-Vinci-Code»-Filme sind «Quatsch»

    In dem Interview rechnete Hanks zudem mit einer anderen Rolle von ihm und damit den «Da-Vinci-Code»-Filmen ab. Im Interview bezeichnete er die Verfilmungen der Bestseller von Dan Brown (57) unter anderem als «Quatsch». Der Oscarpreisträger spielte den Symbolforscher Robert Langdon in «The Da Vinci Code – Sakrileg» (2006), «Illuminati» (2009) und «Inferno» (2016). Die Filme entsprechen für ihn der wahren Geschichte so wenig wie die «James Bond»-Filme der realen Welt der Spionage.

    Er sieht sie heute als rein kommerzielles Unterfangen. Gegen gut gemachte, kommerzielle Unterhaltung habe er nichts. «Aber als wir den dritten Film drehten, bewiesen wir, dass es doch kein guter Kommerz war.» «Inferno» blieb nicht nur bei der Kritik, sondern an den Kinokassen deutlich hinter den Vorgängern zurück.

    Demnächst ist Hanks in «Elvis» (Kinostart: 23. Juni) zu sehen. Er spielt Tom Parker, den Manager des titelgebenden Sängers. Die Hauptrolle des Films wird von Austin Butler (30) verkörpert.

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