SWAT-Einsatz: Drei Festnahmen im Fall der vermissten Nancy Guthrie
Am Freitagabend kam es im Fall der vermissten Nancy Guthrie zu einem grossen Polizeieinsatz. Dabei wurden zwei Männer und eine Frau verhaftet.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Polizei hat in Tucson zwei Männer und eine Frau festgenommen.
- Ob es sich um Verdächtige im Entführungsfall Guthrie handelt, ist bisher unklar.
Bei einem SWAT-Einsatz im Stadtteil Shadow Hills in Tucson wurden am Freitagabend drei Personen festgenommen. Der Polizeieinsatz steht laut dem Pima County Sheriff's Department im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur vermissten Nancy Guthrie. Eine Anwohnerin berichtete dem Lokalsender KVOA News 4, dass sie Zeuge der Verhaftungen wurde.
Ein Nachbar berichtete zudem, dass sich eine Person während des Einsatzes selbst in den Kopf geschossen haben soll. Die Einsatzkräfte sperrten mehrere Strassen ab. Bei den Verhafteten soll es sich um zwei Männer und eine Frau handeln. Ob es sich um Verdächtige im Entführungsfall Guthrie handelt, ist bisher unklar.
FBI beschreibt Verdächtigen
Das FBI veröffentlichte vor kurzem neue Details zum Verdächtigen. Überwachungsaufnahmen einer Türklingel-Kamera zeigen eine Person vor Nancy Guthries Haus. Der Mann sei zwischen 1,75 und 1,78 Meter gross und habe eine normale Statur.
Auf den schwarz-weissen Aufnahmen trägt die Person eine Skimaske und Handschuhe. Diese Details könnten bei der Identifikation helfen.

Die Ermittler bitten Anwohner um Mithilfe bei der Fahndung. Alle Bewohner in einem Umkreis von drei Kilometern sollten ihre Kamera-Aufnahmen überprüfen.
Hohe Belohnung für entscheidende Hinweise ausgesetzt
Das FBI hat eine Belohnung von 100'000 Dollar (rund 77'000 Franken) ausgesetzt. Das Geld gibt es für Informationen, die zu einer Verhaftung im Fall Nancy Guthrie führen.
Nancy Guthrie wurde zuletzt am 31. Januar gegen 21.45 Uhr gesehen. Als sie am nächsten Tag nicht zum Gottesdienst erschien, meldeten Bekannte sie als vermisst. Die 84-Jährige lebt allein und ist auf tägliche Medikamente angewiesen.
Ihr Gesundheitszustand ist fragil, was die Sorge um ihr Wohlbefinden verstärkt.












