Spanischer Rapper Valtònyc nach sechs Jahren Exil wieder zuhause
Der spanische Rapper Valtònyc wurde in seiner Heimat zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach sechs Jahren im Exil kehrt er nun in diese zurück.

Das Wichtigste in Kürze
- Valtònyc wurde in seiner Heimat zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
- Er verliess Spanien noch vor Haftantritt und setzte sich ins belgische Exil ab.
- Nun konnte er, nach sechseinhalb Jahren, zurückkehren.
Der spanische Rap-Musiker aus Mallorca, Josep Miquel Arenas, ist nach sechs Jahren im belgischen Exil wieder in der Heimat. In seiner Heimat ist er unter dem Künstlernamen Valtònyc bekannt.
Der Musiker war 2017 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihm wurde Verherrlichung von Terrorismus sowie die Bedrohung und Beleidigung der spanischen Krone und von Politikern in seinen Liedtexten vorgeworfen.
Das Urteil war damals als Einschränkung der Meinungs- und Kunstfreiheit kritisiert worden. Arenas konnte das Land damals rechtzeitig verlassen und liess sich in Belgien nieder.
Das Exil-Land Belgien lieferte den Rapper nicht aus
Die belgische Justiz lehnte spanische Auslieferungsersuchen ab. Inzwischen ist die Haftstrafe verjährt und Arenas konnte zurückkehren, ohne eine Festnahme zu befürchten. Er äusserte sich glücklich, wieder in der Heimat zu sein.

In seinen Liedern hatte der Rapper unter anderem zur bewaffneten Besetzung des Marivent-Palastes in Palma de Mallorca aufgerufen. In dem verbringt die Königsfamilie ihren Sommerurlaub. Zudem hatte er unter anderem getextet, dass Regionalpolitiker «eine Atombombe verdienen» und dass «wir den Tod dieser Schweine wollen».












