So lebte Gene Hackman (†95) seine letzten Jahre

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    USA,

    Gene Hackman zog vor 20 Jahren nach Santa Fe und war ein aktives Mitglied der Community. Während Corona isolierte er sich, wohl auch wegen der Gesundheit.

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    Gene Hackman lebte zuletzt zurückgezogen in Santa Fe. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gene Hackman war ein aktives Mitglied der Community in Santa Fe.
    • Er war als Kunst-Liebhaber und bodenständige Plaudertausche bekannt.
    • Während der Pandemie zog er sich zurück.

    Gene Hackman (†95) und seine Ehefrau Betsy Arakawa (†65) wurden tot in ihrem Haus in Santa Fe, New Mexico aufgefunden. Während die Ermittlungen laufen, trauern die Menschen der Wüstenstadt um ihren berühmten Mitbürger und erzählen von ihm.

    Vor rund 20 Jahren zog der Oscar-Preisträger nach Santa Fe, seine Filmkarriere hatte er da beendet. Die Bewohner der Stadt beschreiben Hackman gegenüber «BBC» als sehr gesprächigen Mann, der lokale Unternehmen und Kunst unterstützte. Er sei sehr bodenständig gewesen, «er war hier nicht berühmt».

    Wohl wegen seiner Liebe zur Kunst zog er in die 90'000-Einwohner-Stadt: Es gibt über 250 Galerien, unzählige Wandgemälde an den Gebäuden und Kunstobjekte in den Strassen. Zeitweise war Hackman auch im Vorstand eines lokalen Kunstmuseums. Einige seiner Gemälde hängen in Cafés und Restaurants.

    Der Schauspiel-Star freundete sich auch mit ganz normalen Menschen an, beispielsweise mit Stuart Ashman, dem Direktor einer Galerie. «Er war so bodenständig, man merkte gar nicht, dass er ein Star war», erzählt er. Hackman habe lieber mehr von seinem Gegenüber erfahren, als über sich selbst gesprochen.

    Die beiden Männer besuchten auch gemeinsam Pilates-Kurse, sie seien aber beide «ziemlich schlecht» gewesen. «Der Instruktor sagte, ich sei faul und Gene zu steif.»

    Gene Hackman «liebte Flair von Santa Fe»

    Auch die Redseligkeit der beiden habe den Instruktor teils verärgert: «Seid ihr nur hierhergekommen, um zu quatschen?», habe er gefragt.

    David, der Besitzer eines Ladens, den Hackman oft besuchte, schwärmt vom Schauspieler: Er habe in lokale Unternehmen und Restaurants investiert, sei immer bei Galerie-Eröffnungen gewesen. «Er liebte den Flair der Stadt.»

    Bis vor fünf Jahren war Hackman laut den Bewohnern ein aktives Mitglied der Community von Santa Fe. Doch während der Corona-Pandemie isolierte er sich, zog sich zurück. Die Leute spekulierten, dass seine Gesundheit und seine Mobilität schlechter geworden seien.

    Am Mittwoch wurde dann seine Leiche gefunden. Es wird vermutet, dass er mindestens neun Tage zuvor gestorben war. David hält Tränen zurück, als er gegenüber BBC sagt: «Santa Fe hat einen grossartigen Mann verloren.»

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