Jutta Speidel hadert mit ihrer Schulzeit. Damals stand die Schauspielerin ziemlich unter Stress.
Ihr Rüstzeug hat Jutta Speidel nicht wirklich in der Schule gelernt. Foto: Tobias Hase/dpa
Ihr Rüstzeug hat Jutta Speidel nicht wirklich in der Schule gelernt. Foto: Tobias Hase/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Schauspielerin Jutta Speidel findet Schulnoten stressig.

«Ich glaube, ich wäre eine Superschülerin ohne diesen Notenstress gewesen, denn ich habe schon immer versagt, wenn ich was beweisen musste», sagte die 67-Jährige der «Süddeutschen Zeitung».

«Ich habe einfach Lampenfieber und dann einen gehörigen Blackout. Deshalb war ich auch beim Vorsprechen immer grottenschlecht.» Schulen sollten «fantasievolle und kreative Kinder nicht mit Lernstoff quälen, den sie nicht bewältigen können und der für ihre Begabung nebensächlich ist», sagte der TV-Star.

«Ich habe in meinem ganzen Leben nie chemische, physikalische oder mathematische Formeln gebraucht. Wenn ich was benötige, frage ich jemanden, der es weiss.» Dafür könne sie vieles andere, das wenigste davon habe sie in der Schule gelernt, sagte die Münchnerin.

Ihre Klassenlehrerin in der Volksschule in Gauting habe einmal zu ihrer Mutter gesagt: «Mei Frau Speidel, aus eahna Tochter wird im Leben nia wos gscheits.»

Speidel ist einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen Deutschlands. Sie wirkte in mehr als 150 Filmen, etwa 1979 in Rainer Erlers Thriller «Fleisch», in der Serie «Alle meine Töchter» (ab 1995) oder 2012 in der Romanze «Wir haben gar kein Auto» mit ihrem damaligen Lebensgefährten Bruno Maccallini.

Lob bekam sie auch 2016 für die Komödien «Fanny und die geheimen Väter» und «Fanny und die gestohlene Frau». Publikumsrenner wurde 2002 die ARD-Serie «Um Himmels Willen», ein Quotengarant für das Erste.

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