Ridley Scotts «Das Ende der Sterne» fällt bei Kritikern durch
Ridley Scotts «Das Ende der Sterne» beeindruckt mit spektakulären Landschaftsbildern, kann aber nicht alle Kritiker überzeugen.

Ridley Scott entwirft eine postapokalyptische Welt, in der eine tödliche Grippe den Grossteil der Menschheit ausgelöscht hat. Visuell punktet der Film mit weiten Landschaftspanoramen und eindrucksvollen Luftaufnahmen, berichtet die «Zeit».
Deutlich kritischer urteilt «The Guardian» und bezeichnet das Drama als lethargisch und kraftlos. Die Adaption von Peter Hellers Roman finde nie richtig ihren Rhythmus, heisst es in der Zwei-Sterne-Kritik.

«Variety» beschreibt die Grundstimmung als gleichgültig und leicht verloren und bemängelt die geringe erzählerische Energie. Auch Hauptfigur Hig bleibe trotz Jacob Elordis Darstellung zu blass, um das Überlebensdrama dauerhaft zu tragen.
Jacob Elordi kann Kritiker nicht überzeugen
Jacob Elordi bleibe als melancholischer Wildnis-Pilot «seltsam unbeglaubigt», urteilt die «Zeit». Auch «Variety» sieht Schwächen bei den Figuren und bemängelt, dass der charakterorientierte Ansatz kaum echte Charaktere hervorbringe.

Die Action-Sequenzen seien zwar handwerklich überzeugend, fügten sich jedoch nicht organisch in den Film ein, schreibt «Filmstarts». Die spektakulären Einlagen wirkten dadurch wie Fremdkörper und brächten den Erzählfluss aus dem Gleichgewicht.
Die «Zeit» kritisiert zudem die «Marodeure» als gesichtslose Horde und reaktionäres Feindbild. Die Frage nach Gemeinschaft oder Abschottung werde letztlich von «Maschinengewehr-Pathos und Granatennebel» überdeckt.
Starke Bilder, geteilte Meinungen
Die Kritiken zu «Das Ende der Sterne» fallen insgesamt sehr unterschiedlich aus. Bei Rotten Tomatoes kam der Film zunächst nur auf 39 Prozent Zustimmung, berichtet «Moviepilot».
«Filmstarts» sieht die Stärke dagegen in den melancholischen und atmosphärischen Alltagsbeobachtungen und vergibt 3,5 von fünf Sternen. Die «Zeit» lobt zwar die Bilder, kritisiert den Film jedoch als erzählerisch distanziert und wenig mitreissend.
Deutlich positiver urteilt «FFH» und spricht von einem starken Abenteuer mit tollen Bildern und zwei fesselnden Kinostunden. Damit überzeugt Scotts Endzeitdrama vor allem visuell und in seinen ruhigen Momenten, während Handlung und Spannung die Kritiker spalten.
















