Mord

    Mord im Kloster - ZDF-Krimi «Die Toten von Salzburg»

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    Österreich,

    Kult-Ermittler Palfinger weilt in Kur. Doch es gilt, ein altes Kriegsverbrechen und einen frischen Mord an einem Klosterbruder aufzuklären. Die Bezirksinspektorin Irene Russmeyer, ihr bayerischer Kollegen Hubert Mur müssen gemeinsam mit Hofrat Seywald ran.

    Irene Russmeyer (Fanny Krausz, l.) und Sabine Waibel (Paula Opitz) bei einem Spaziergang durchs Kapuzinerkloster.
    Irene Russmeyer (Fanny Krausz, l.) und Sabine Waibel (Paula Opitz) bei einem Spaziergang durchs Kapuzinerkloster. - Satel Film/Birgit Probst Photog/ZDF/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bayerische Rechtsradikale sind zu Gast in einem Salzburger Kapuzinerkloster.

    «Der bajuwarische Krieger ist ein Idealzustand», doziert deren selbstgefälliger Boss Lüthold Engelmann (Francis Fulton-Smith, «Herzogpark») auf den von ihm veranstalteten Seminaren. Und er fordert zugleich das Wiederaufleben dieses Ideals. Für seine Anhänger ist Engelmann deshalb «ein Held».

    In dem Konvent soll derweil auch eine archäologische Grabung die letzte Ruhestätte einer sagenhaften Bajuwarenherzogin samt wertvoller Beigaben freilegen. Doch die damit befasste Wissenschaftlerin findet etwas völlig Unerwartetes: das Skelett eines im Zweiten Weltkrieg abgestürzten britischen Luftwaffen-Piloten. Noch seltsamer: Der Schädel weist ein Einschussloch auf.

    In der Episode «Schattenspiel» der seit 2016 laufenden preisgekrönten deutsch-österreichischen Krimireihe «Die Toten von Salzburg» (Mittwoch um 20.15 Uhr im ZDF) bekommt es die Bezirksinspektorin Irene Russmeier (Fanny Krausz) auch noch mit einer frischen Leiche zu tun. Denn im Klostergarten wird Bruder Gereon tot aufgefunden – er ist erstochen worden.

    Vermutlich musste der gestrenge junge Mann daran glauben, weil er gegen all die weltlichen Aktivitäten war, die seiner Gemeinschaft Ruhm und Geld einbringen sollten. «Die Gier ist ein Hund», hatte er ausgerufen. Russmeier ermittelt mit dem eleganten Hofrat Seywald (Simon Hatzl) und ihrem bayerischen Kollegen Mur (Michael Fitz) diesmal also auf zwei Zeitebenen – und wieder gern auch bei Kaffee und Kuchen im örtlichen Traditionscafé. Ihr Kollege Palfinger (Florian Teichtmeister) weilt währenddessen andernorts auf Kur.

    Nach dem Buch von Maria Hinterkörner führt dabei einmal mehr der 1960 in der Region geborene Erhard Riedlsperger Regie. Mit patrouillierenden Wehrmachtssoldaten, Sirenenalarm und einem Fliegerangriff beginnt ihre Geschichte ungewöhnlich für einen Fall, der in der Gegenwart angesiedelt ist. Und sie endet ganz anders, als man anfangs denken mag. Dazwischen gibt es anderthalb Stunden solide Krimiunterhaltung – wobei sich im Übrigen lernen lässt, wer wirklich ein Held ist.

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