Die Luca-App steht derzeit in der Kritik. Denn die Polizei hatte unerlaubt die Daten der App ausgewertet. Rapper und Mitgründer Smudo bezieht nun Stellung.
Smudo entwickelte die Luca-App mit.
Smudo entwickelte die Luca-App mit. - imago/Jürgen Heinrich

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kontaktnachverfolgungs-App Luca steht in der Kritik.
  • Dies, nachdem die Polizei unerlaubt Daten der Luca-App ausgewertet hatte.
  • Trotzdem hält Mitgründer Smudo nichts von den Aufrufen, die App zu deinstallieren.

Nach teils heftiger Kritik an der Kontaktnachverfolgungs-App Luca hat sich nun einer der Chefs zu Wort gemeldet. Der «Die Fantastischen Vier»-Rapper Smudo (53) entwickelte das Programm mit und sprach nun mit der «Bild»-Zeitung über die Vorwürfe: «Zugriff auf Daten erhält man nur, wenn Nutzer, Gesundheitsamt und das Lokal gemeinsam ihre Schlüssel teilen.»

Der Nutzer gebe seine Daten nach der Corona-Verordnung beim Betreten des Lokals ein. Der Betreiber gebe diese dann nur auf Anfrage des Gesundheitsamtes weiter: «Wir als Luca-System sind aussen vor und können in dem Prozess keine Daten lesen.» Zuvor machte ein Fall aus Mainz die Runde und sorgte für heftige Reaktionen aus der Politik.

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Mit Hilfe der Luca-App können Gesundheitsämter bei der Kontaktaufnahme zwischen zwei verschiedenen Abstufungen auswählen. Foto: Christoph Soeder/dpa - dpa-infocom GmbH

Nach einem tödlichen Sturz vor einem Restaurant in Mainz wertete die Polizei die Daten der dort verwendeten Luca-App aus. Dies, um Personen vor Ort identifizieren zu können.

Die zuständige Staatsanwaltschaft räumte mittlerweile ein, dass das Vorgehen gegen die Vorschriften verstossen habe. In der Folge musste sich auch Smudo in den sozialen Netzwerken Spott und Häme stellen. Doch die App trifft laut dem Musiker keine Schuld.

Politiker rufen zum Deinstallieren auf

Für vereinzelte Aufrufe von Politikern, die App zu deinstallieren, hat Smudo kein Verständnis. Das Programm helfe effektiv mit, Infektionsketten zu unterbrechen, gerade im Blick auf Omikron.

Wer im Steilhang hänge, werfe doch auch kein Seil weg, so Smudo weiter. Statt mit Verboten zu poltern, sollten alle Instrumente konsequent eingesetzt werden. Man müsse flexibel bleiben, «gegen ein immer wieder Haken schlagendes Virus».

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Smudo hilft bei Videospielen und beim Kochen. Foto: Christian Charisius/dpa - dpa-infocom GmbH

Er selbst habe als Band-Mitglied ein Interesse daran, das kulturelle Leben im Rahmen der Pandemie zu ermöglichen. Gerüchte über einen angeblichen Verkauf der App dementierte er energisch.

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