Hollywood

    Jennifer Anniston kritisiert Cancel Culture in Hollywood

    Felix Kirsch
    Felix Kirsch

    USA,

    Die Schauspielerin sprach in einem Interview über das Thema Cancel Culture – und betonte, dass sie das Thema differenziert betrachte.

    Jennifer Aniston in der dritten Staffel von «The Morning Show».
    Jennifer Aniston in der dritten Staffel von «The Morning Show». - Erin Simkin/Apple TV+

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die "Friends"-Schauspielerin äusserte sich zu den Themen Cancel Culture und "Me Too".
    • Dabei betonte sie, dass es wichtig sei, Personen nicht direkt in Schubladen zu stecken.

    In einem Interview mit dem «Wall Street Journal Magazine» äusserte sich die Schauspielerin kritisch zum Thema Cancel Culture und betonte, dass sie das Thema ein wenig leid sei.

    «Indem ich das sage, wurde ich wahrscheinlich gerade selbst gecancelt», fuhr Aniston fort. «Ich verstehe einfach nicht, was das bedeutet... Gibt es keine Möglichkeit zur Wiedergutmachung? Ich weiss es nicht. Ich stecke nicht jeden in die Weinstein-Schublade.»

    Aniston erklärte weiterhin, dass sie zwar persönlich nicht von Weinstein belästigt wurde, aber keine angenehmen Erfahrungen mit dem diskreditierten Hollywood-Produzenten gemacht habe.

    Weinstein verbüsst derzeit eine jahrzehntelange Haftstrafe, nachdem er sowohl in New York als auch in Los Angeles wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch verurteilt wurde.

    Jennifer Anniston über Harvey Weinstein: «Augen zu und durch»

    «Er ist nicht jemand, bei dem man denkt, 'Oh, ich kann es kaum erwarten, mit Harvey abzuhängen.' Niemals. Du denkst eigentlich eher, 'Oh, okay, Augen zu und durch.' Ich erinnere mich, dass er einmal zu einem Filmset kam, um mir einen Film anzubieten. Und ich erinnere mich bewusst daran, dass jemand in meinem Wohnwagen am Set blieb.»

    Weinstein selbst erklärte dem Magazin, dass Aniston «nie unangenehme Situationen mit mir hatte.»

    Das Interview mit dem «Friends»-Star entstand im Rahmen einer neuen Rolle, die sie in der Serie «The Morning Show» einnimmt. Die Serie beleuchtet verschiedene Perspektiven der «#MeToo-Bewegung», die Hollywood erschütterte und Weinstein zu Fall brachte.

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