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Italienischer Bildhauer Arnaldo Pomodoro gestorben

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Italien,

Der renommierte italienische Bildhauer Arnaldo Pomodoro stirbt kurz vor seinem 99. Geburtstag.

Arnaldo Pomodoro
Der italienische Künstler Arnaldo Pomodoro im Jahr 2004 in Lugano an einer seiner Ausstellungen. - keystone

Der italienische Bildhauer Arnaldo Pomodoro ist am Sonntagabend in Mailand am Vorabend seines 99. Geburtstages gestorben. Dies gab die nach ihm benannte Stiftung bekannt.

Der Bildhauer, der unter anderem für seine ikonischen Bronzekugeln bekannt ist, wurde am 23. Juni 1926 geboren. «Mit dem Tod von Arnaldo Pomodoro verliert die Kunstwelt eine ihrer bedeutendsten, klarsten und visionärsten Stimmen. Der Maestro hinterlässt ein unermessliches Erbe», so die Stiftung.

Geboren im norditalienischen Morciano di Romagna, entwickelte Pomodoro eine künstlerische Sprache, die gleichermassen archaisch und futuristisch, technisch präzise und tief existenziell wirkte. In Pomodoros Werk spiegelt sich sowohl seine Arbeit als Goldschmied als auch sein Interesse am technischen Zeitalter wider.

Pomodoros Meisterwerke: Mehr als nur Bronze

Ausser mit Silber, Eisen, Holz, Beton und Gold arbeitete er vor allem mit Bronze. In den 1960er-Jahren entwickelte er seine abstrakte Formensprache, die insbesondere Kugeln, Scheiben, aber auch Säulen, Kegel und Quader umfasst. Die Hülle der geometrischen Körper brach Pomodoro dabei auf, für den Betrachter wird ein Innenleben sichtbar.

Berühmt wurde er vor allem durch seine monumentalen «Sfere» – scheinbar perfekte, glänzende Bronzekugeln, deren Inneres aufgebrochen, zerschnitten und offenbart ist. Sie stehen symbolisch für eine Welt, die unter ihrer glatten Oberfläche Verletzlichkeit, Komplexität und innere Spannungen verbirgt.

Ein weltweites Vermächtnis

Seine Werke finden sich heute auf allen Kontinenten – von Rom über New York bis Seoul – und prägen den öffentlichen Raum wie kaum ein anderes Werk eines italienischen Künstlers der Nachkriegszeit.

«Pomodoro war nicht nur Künstler, sondern auch Lehrer, Bühnenbildner und Denker. Mit seiner Stiftung schuf er in Mailand einen Ort, an dem sein Werk weiterlebt und neue künstlerische Entwicklungen gefördert werden Sein Tod ist ein grosser Verlust, doch sein Werk bleibt: als zeitlose Meditation über das Menschliche die Zivilisation und die verborgenen Mechanismen der Welt», kommentierte der italienische Kulturminister Alessandro Giuli.

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