Giovanni Zarrella schummelte sich als «Manager» zu Auftritt
Als Teenager gründete Giovanni Zarrella seine erste Band. Für seine Promo-Strategie wechselte der Sänger zwischen zwei Identitäten ...

Das Wichtigste in Kürze
- Giovanni Zarrella plaudert über seine Anfänge im Musikbusiness als Teenager.
- Der Sänger gab sich als «Manager» aus, um Auftritte mit seiner Band zu organisieren.
- Für die Schummel-Aktion verstellte der damals 16-Jährige sogar seine Stimme – mit Erfolg.
Giovanni Zarrella (48) zählt heute zu den bekanntesten und erfolgreichsten Künstlern Deutschlands. Doch auch der Italo-Sänger musste erst kleine Brötchen backen. Bereits während seiner Schulzeit wurde ihm klar: Er will die Bühne erobern.
Mit 16 Jahren gründete der heutige Showmaster seine erste Band Brotherhood. Als diesjähriger Teilnehmer bei «Sing meinen Song» plaudert Zarrella mit seinen Kollegen über die Anfänge seiner Musikkarriere. Zum Vorschein kommt eine lustige Anekdote.

Gastgeber Johannes Oerding (44), der die Geschichte bereits kennt, spricht ihn direkt darauf an: «Du hast dich als ein Manager ausgegeben.» Zarrella korrigiert lachend: «Als ein älterer Manager!» Damals sei er 16 oder 17 gewesen und suchte unbedingt den Weg auf die Bühne.
Zarrella musste Stimme verstellen
Um auf sich aufmerksam zu machen, griff der Sänger zu seiner eigenen Methode: «Ich habe in Clubs angerufen oder ein Fax geschickt. Und dann hab ich halt gesagt: Hier ist gerade so eine angesagte Band.»
Und der Musiker kam nicht alleine, wie er in der VOX-Musikshow verrät: «Dann hatte ich vier Tänzer dabei: Giuseppe, Vito, Hakan und Taifun, das waren meine Background-Tänzer.» Zu Beginn gehörten auch noch eine Sängerin und ein Rapper zu Zarrellas Ensemble.

Und die Schummel-Beichte geht noch weiter: «Dann habe ich gesagt: Hier gibt es gerade eine sehr angesagte Band, momentan kriegt man die noch. Die würden sogar promomässig auftreten.»
Um erwachsen zu klingen und nicht aufzufliegen, verstellte der junge Giovanni am Telefon extra seine Stimme und sprach tiefer. «Das hat super funktioniert», erinnert er sich an seine ersten Versuche, gross rauszukommen.
Karriere-Tief nach Band-Erfolg
Bis Zarrella in der Musikbranche Fuss fasste, vergingen sieben weitere Jahre. 2001 nahm er an der Castingshow «Popstars» teil – mit fünf weiteren Kandidaten entstand die R&B- und Popband Bro'Sis. Ihre Debütsingle «I Believe» zählt mit über 1,75 verkauften Tonträgern zu den meistverkauften Singles in Deutschland. 2006 löste sich die beliebte Band auf.

In den darauffolgenden Jahren strebte Zarrella eine Solokarriere an, wechselte später von Englisch auf seine Muttersprache Italienisch. Doch an frühere Erfolge konnte er zunächst nicht mehr anknüpfen. Die Pläne des gelernten IT-Systemkaufmanns gerieten ins Stocken.
«Diese 14 Jahre haben sich auch wie gefangen angefühlt. Ich habe in diesen 14 Jahren jede Phase erlebt, die man erleben kann. An Selbstmitleid, sich nicht gut genug fühlen, Selbstzweifel. Alles, was du dir vorstellen kannst», erklärte der zweifache Vater in einem früheren Interview.

Prominente Kollegen hätten sich zeitweise sogar von ihm abgewandt, er erinnerte sich: «Auch auf rote Teppiche zu gehen und zu hören von Kollegen: Ja, aber nicht zur selben Zeit wie Zarrella auf den Teppich. Solche Sachen, ich habe die erlebt.»
Erfolgreiche Musik, eigene Netflix-Show
Doch Zarrella kämpfte sich durch und probierte sich immer wieder neu. Mit seinem zweiten Italo-Schlageralbum «Ciao!» erreichte er 2021 in Deutschland und Österreich wieder die Spitze der Albumcharts. Sein neuestes Album «Universo» erschien im vergangenen Jahr.
Auch in Sachen Fernsehen ging es steil bergauf. Mit seiner «Giovanni Zarrella Show» im ZDF wechselt er vom Sänger zum Gastgeber – und begeistert mehrmals jährlich ein Millionenpublikum. Und damit nicht genug: Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Musiker mit Ehefrau Jana Ina (49) eine eigene Reality-Doku auf Netflix erhält.
Ihre neue Serie orientiert sich am Stil der erfolgreichen Netflix-Doku-Formate «Kaulitz & Kaulitz», «Beckham» und «Robbie Williams». Geplant sind berufliche und private Einblicke ins Familienleben – samt Eltern und Geschwistern.















