«Fucking» jetzt im Museum - Ortsschild heiss begehrt

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Österreich,

Gäbe es keine Social-Media-Kanäle, würde eine kleines Örtchen immer noch heissen wie zuvor. Aus Fucking wurde Fugging - und das hat seinen Grund.

Das Ortsschild von «Fucking» (2012). Foto: MANFRED FESL/epa/dpa
Das Ortsschild von «Fucking» (2012). Foto: MANFRED FESL/epa/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ortstafel des wegen seines Namens bekannt gewordenen österreichischen Orts Fucking ist jetzt im Museum gelandet.

Die Gemeinde nahe der bayerischen Grenze habe eines der letzten Ortsschilder dem Haus der Geschichte Österreichs in Wien geschenkt, teilte Museumsdirektorin Monika Sommer am Sonntag mit.

Das Schild veranschauliche, wie Social-Media-Kanäle Aufmerksamkeit zur neuen Währung gemacht hätten, so die Direktorin. Durch den Hype in sozialen Netzwerken war Fucking wegen der Namensgleichheit mit einem obszönen englischen Begriff zum Ziel vieler Menschen geworden, die sich mit der Ortstafel ablichten wollten. Mehrfach wurde auch ein Ortsschild gestohlen.

Die gerade einmal 100 Bewohner fühlten sich so gestört, dass sie Fucking zu Jahresbeginn in Fugging umbenannten. «Seit unserem Namenswechsel ist Ruhe eingekehrt und die Lebensqualität wieder dort, wo sie hingehört», sagt Andrea Holzner, Bürgermeisterin der Gemeinde Tarsdorf, zu der Fugging gehört. Die Umbenennung sei vielleicht ein ungewöhnlicher, aber wirkungsvoller Schritt gewesen. Mit der steigenden Beliebtheit von Social Media und der Jagd nach dem besten Video, dem lustigsten Foto sei es laufend zu massiven Verletzungen der Privatsphäre der Einheimischen gekommen, so Holzner.

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