Frühere Obama-Briefe an Freundin aufgetaucht
Die Emory-Universität in Atlanta veröffentlicht Briefe des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama an seine damalige Freundin. Neben Liebesbriefen sprach der damals 20-Jährige in seinen Briefen auch über die Suche seiner Identität und den Sinn seines Lebens.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Universität in Atlanta veröffentlicht frühere Obama-Briefe an seine damalige Freundin.
- Er schrieb nicht nur von seiner Liebe zu ihr, sondern auch von seiner Suche nach seiner Identität.
Der einstige US-Präsident Barack Obama war schon in jungen
Jahren eloquent, philosophisch veranlagt und emotional. Das geht aus Briefen
hervor, die er in seinen Zwanzigern an seine damalige Freundin Alexandra McNear
schrieb. Sie stammen aus der Zeit von 1982 bis 1984, als Obama vom Occidental
College in Kalifornien an die Columbia-Universität in New York übergesiedelt
war.
Nicht alle der in klarer, säuberlicher Handschrift
verfassten Briefe sind romantisch - manche stammen aus der Zeit, als sich die
Beziehung bereits abgekühlt hatte. Viele Passagen spiegeln die Suche des jungen
Obama, Sohn einer weissen Mutter und eines schwarzen Vaters, nach Sinn,
Identität, seinem Platz in der Welt wider.
So schrieb Obama etwa über einen Besuch in Indonesien, wo er
als Kind gelebt hatte: «Ich kann die Sprache nicht mehr gut sprechen. Ich werde
mit einer Mischung aus Verwirrung, Achtung und Verachtung behandelt, weil ich
Amerikaner bin.»
Aber Obama konnte auch poetisch seine Zuneigung ausdrücken:
«Ich gehe davon aus, du weisst, dass ich dich vermisse, dass meine Sorge für
dich so ausgedehnt ist wie die Luft, mein Vertrauen in dich so tief wie das
Meer, meine Liebe reich und umfangreich.»










