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    Francis Ford Coppola: Religionen sind Wurzel allen Übels

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    Deutschland,

    Francis Ford Coppola teilt seine Gedanken über die menschliche Gesellschaft und seinen neuen Film «Megalopolis».

    Francis Ford Coppola
    Die deutsche Regielegende Werner Herzog erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk – die Laudatio hält Francis Ford Coppola. (Archivbild) - keystone

    Der legendäre Filmregisseur Francis Ford Coppola (85) hat eine Theorie über die oft so hoffnungslos erscheinende Situation der menschlichen Gesellschaften. «Die Wurzel des Übels liegt meiner Meinung nach in jahrtausendealten Religionen und einer Denkweise, die eine für mich unumstössliche Tatsache leugnet: Alle Menschen gehören zu einer Familie, und zwar zu einer Familie von Genies.» Dies sagte Coppola («Der Pate», «Apocalypse Now») im Gespräch mit dem «Zeit»-Magazin.

    Es gebe kein anderes Lebewesen auf der Erde, das auch nur annähernd die Intelligenz und die Fähigkeiten des Menschen habe, Kunst produziere wie der Mensch oder auch nur eine Sprache sprechen könne. Doch es gebe da ein Problem. «Wir haben das vergessen, aus diesem Grund werden wir Opfer von Demagogen, die daherkommen und sagen: Oh, diese Leute da sind schlecht, wir können sie nicht leiden; diese Leute da haben unsere Kinder getötet.»

    Jedes Kind ist ein potenzielles Genie

    Die Menschen liessen zu, dass dieser Hass das Denken beherrsche, meint Coppola. Dabei sei es ganz anders. «Es sind nicht die Kinder unserer Feinde, die wir töten, sondern unsere eigenen Kinder, die wir töten. Denn jedes Kind ist der neue Beethoven, der neue Mozart.» Jedes Kind sei eine weitere Chance für ein Genie.

    Coppola sagt in dem Interview ausserdem, er denke nicht, dass Utopien starke Anführer bräuchten. «Es braucht Akzeptanz. Der Ein-Mann-Anführer ist ein sehr altmodisches Konzept. Wir selbst, als Gruppe, als Familie, Männer und Frauen Schulter an Schulter zusammen können jede Lösung finden die nötig ist.»

    Kein Diktator sein, um Regisseur zu sein

    Dass manche Filmregisseure und Künstler den Ruf haben, sehr autoritär zu sein, wiegelt Coppola ab: «Manche Regisseure sind so, manche nicht. Billy Wilder war kein Diktator. Er war ein Kollaborateur.

    Fellini arbeitete, indem er Witze machte. Jeder Regisseur hat eine andere Persönlichkeit. Man muss kein Diktator sein, um ein Regisseur zu sein. Ich bin kein Diktator.»

    Riesenprojekt «Megalopolis»

    Coppolas neuer Film, das Riesenprojekt «Megalopolis», kommt am 26. September in die deutschen Kinos. In dem als Fabel angelegten Science-Fiction-Film des fünffachen Oscar-Gewinners und zweifachen Cannes-Siegers spielt Adam Driver die Hauptrolle.

    «Megalopolis» ist ausschweifend grotesk, vollgestopft mit Ideen und als Epos angelegt, das Bezug aufs Römische Reich nimmt. Die Handlung spielt in einer an New York angelehnten Stadt namens New Rome. Die Optik ist stark digital bearbeitet und voller glitzernder visueller Effekte.

    Kommentare

    User #1765 (nicht angemeldet)

    hoffentlich ist der Film besser als Coop à blabla s Schäe - Nie - Theorie

    User #1765 (nicht angemeldet)

    JESUS IST DAS ALLERGROSSARTIGSTE GESCHENK AN DIE MENSCHHEIT !

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