Elif Eralp – Wer ist die Linken-Spitzenkandidatin?
Elif Eralp führt die Berliner Linke zum Wahlsieg. Die Juristin könnte nun als erste Frau mit Migrationsgeschichte Bürgermeisterin werden.

Elif Eralp steht nach der Abgeordnetenhauswahl im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit. Die Spitzenkandidatin holte mit ihrer Partei 25,7 Prozent der Stimmen.
Damit wurde Die Linke stärkste Kraft im Abgeordnetenhaus. Laut dem «ZDF» folgten CDU mit 18,8, AfD mit 16,3 und Grüne mit 14,3 Prozent.
Eralp wurde 1981 in München geboren, nachdem ihre Eltern aus der Türkei nach Deutschland geflohen waren. Sie waren Sozialisten und Gewerkschafter und verliessen ihre Heimat nach dem Militärputsch.
Elif Eralp: Juristin mit türkischen Wurzeln
Nach ihrem Jura-Studium zog sie vor rund 15 Jahren nach Berlin. Die 45-Jährige lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kreuzberg.
Seit 2018 gehört sie dem Vorstand der Berliner Linken an. Im Wahlkampf rückte sie insbesondere bezahlbaren Wohnraum in den Mittelpunkt.
Dazu passt eine goldene Halskette mit dem Schriftzug «Mietendeckel». Dem «SRF» zufolge symbolisiert das Schmuckstück eines ihrer zentralen politischen Anliegen.
Wohnraum als zentrales Thema
Elif Eralp berichtet, dass sie seit Jahren eine grössere Wohnung für ihre Familie sucht. In einem Wahlkampfvideo verweist sie zudem auf den Alltag ihrer beiden in Berlin geborenen Kinder.
Die Partei fordert einen Mietendeckel sowie die Vergesellschaftung grosser Wohnungsunternehmen. Bei einer Regierungsbeteiligung soll laut Eralp vergesellschaftet werden, wie das «SRF» weiter berichtet.
Inspiration fand die Juristin beim New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani. Die Berliner Parteispitze liess sich von dessen Wahlkampf in den USA inspirieren.
Wie geht es nun weiter?
Mit 47 Sitzen verfügt Die Linke nicht über die erforderliche Mehrheit von 80 Mandaten. Laut dem «ZDF» kämen Linke, Grüne und SPD gemeinsam auf 95 Sitze.
Damit beginnen Gespräche über mögliche Bündnisse und politische Kompromisse. Elif Eralp sagte dem «SRF» zufolge, dass bei einer Zusammenarbeit selbstverständlich auch Kompromisse nötig seien.

Auch weitere Medien berichteten ausführlich über das Ergebnis. Die «Welt» verweist dabei auf Schlagzeilen, die insbesondere Eralps türkische Wurzeln und die Bedeutung des Wahlsiegs hervorheben.












