Schweizer Ex-Model: Donald Trump hat mich vergewaltigt
Das Schweizer Ex-Model Béatrice Keul wirft Donald Trump erstmals öffentlich vor, sie 1993 vergewaltigt zu haben. Trump bestreitet alle Vorwürfe.

Das Wichtigste in Kürze
- Béatrice Keul wirft Donald Trump vor, sie 1993 in New York vergewaltigt zu haben.
- Ein Bericht der US-Demokraten dokumentiert ihre Vorwürfe und die von zehn weiteren Frauen.
- Der US-Präsident bestreitet alle Vorwürfe und wurde im Epstein-Umfeld nie angeklagt.
Das frühere Schweizer Model Béatrice Keul (56) erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump (80). Sie sagt, Trump habe sie im November 1993 im New Yorker Plaza Hotel vergewaltigt.
Das berichtet unter anderem die «Bild»-Zeitung. Es ist das erste Mal, dass Keul das öffentlich so sagt. Die Vorwürfe sind nicht bewiesen, Donald Trump bestreitet sie.
Keuls Aussage steht in einem neuen Bericht der Demokraten im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses. Er erscheint wenige Tage vor den Kongresswahlen. Darin sind die Aussagen von insgesamt elf Frauen dokumentiert.
Fünf von ihnen werfen Donald Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Umfeld von Jeffrey Epstein (†66) vor. Epstein wurde später als Sexualstraftäter verurteilt und nahm sich im Gefängnis das Leben.
Übergriff bei Trumps Schönheitswettbewerb?
Laut den Aussagen von Keul geschah der mutmassliche Übergriff demnach während Trumps Schönheitswettbewerb «The American Dream Pageant». Zuvor habe er ihr ein US-Visum und einen Studienplatz versprochen. Auch Epstein soll bei dem Wettbewerb eine Rolle gespielt haben.

Er habe sich ihr gegenüber als «Dons bester Freund» vorgestellt, so Keul. Nach dem mutmasslichen Übergriff habe Donald Trump sie zum Schweigen gedrängt. Später habe er sie in der Schweiz angerufen und seine früheren Angebote erneuert.
Schon 2024 warf sie Donald Trump einen Übergriff vor
Keul hatte sich schon früher zu Trump geäussert. Bereits Ende Oktober 2024 warf die ehemalige Miss-Schweiz-Zweite dem US-Präsidenten einen Übergriff vor. Sie sagte damals, er habe sich in einer Hotelsuite auf sie gestürzt. Dabei habe er sie am Körper berührt und auf Mund und Hals geküsst.

Trumps Wahlkampfteam wies das als politisch motiviert und falsch zurück. Im Dezember 2025 sprach Keul gegenüber dem «Blick» von einem Kuss und Begrapschen. Eine versuchte Vergewaltigung deutete sie nur an. Der «New York Times» sagte sie wenig später, sie halte wegen anonymer Drohungen Einzelheiten zurück.
Erstmals spricht Schweizer Ex-Model von «Vergewaltigung»
Nun geht Keul weiter. Auf die Frage von «Blick», ob sie Trump erstmals öffentlich eine vollzogene Vergewaltigung vorwerfe, antwortete sie: «Öffentlich, ja.» Dass sie erst jetzt so deutlich werde, erklärt sie mit der Angst von Medien.
Mehrere seien von Trump verklagt worden und hätten kein weiteres Risiko eingehen wollen. Einige hätten ihr gesagt, man müsse «sanft» beginnen. Ihre Aussage sei teilweise zensiert worden, sagt Keul, und nennt dafür «Trumps Macht und Diktatur» als Grund.

Nach ihren Worten ist der Ausschuss nun bereit, «ein für alle Mal Transparenz zu schaffen». Aussagen weiterer Personen vom Wettbewerb sollen Teile ihrer Darstellung stützen. Es gehe nicht nur um sie, sondern auch um «all die anderen Opfer, Überlebenden und Zeugen».
Trump bestreitet sämtliche Anschuldigungen
Die Demokraten bringen Trump und den Ex-Modelagenten Paolo Zampolli (56) zudem als mögliche Mitverschwörer Epsteins ins Spiel. Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin (63) sagt: «Trumps Justizministerium scheint diese Verbrechen zu vertuschen, um den Präsidenten zu schützen.»
Trump bestreitet sämtliche Anschuldigungen. Im Zusammenhang mit Epstein wurde er nie angeklagt. Eine Reaktion des Weissen Hauses auf den neuen Bericht lag zunächst nicht vor.








