Mross rechnet nach «Immer wieder sonntags»-Aus mit SWR ab
Nach dem Ende von «Immer wieder sonntags» kritisiert Stefan Mross den SWR. Programmdirektor Clemens Bratzler reagiert nun auf seine Wutrede.

Am 6. September 2026 lief die letzte Ausgabe von «Immer wieder sonntags» im Ersten. Nach mehr als 30 Jahren wurde die Musikshow beendet, die Stefan Mross 21 Jahre lang moderiert hatte.
Der Abschied fiel dem Moderator sichtlich schwer und wurde von emotionalen Momenten begleitet. Unter anderem traten Stefanie Hertel, Andy Borg, Vanessa Mai sowie Marianne und Michael im Finale auf.
Nach der Liveshow fand im Hotel «Santa Isabel» eine After-Show-Party statt. Laut der «T-online» verliess Mross die Feier nach weniger als einer Stunde und richtete deutliche Worte an die Verantwortlichen.
Mross kritisiert SWR und verlässt After-Show-Party
Mross betonte, er habe über Jahre zum Sender gehalten und nie öffentlich schlecht über ARD oder SWR gesprochen. Die gemeinsame Zeit sei für ihn positiv gewesen, doch die Art der Trennung habe ihn enttäuscht.
Mross warf dem SWR vor, ihn im Zusammenhang mit dem Ende der Sendung vorgeführt zu haben. Dabei richtete er seine Kritik insbesondere an Programmdirektor Clemens Bratzler.
Anschliessend verliess Mross laut der «Joyn» die Veranstaltung. Er erklärte später, seine Rede sei wohlüberlegt gewesen und er habe die Feier wegen der negativen Stimmung verlassen.
Bratzler zeigt Verständnis für Mross
Nun hat sich SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler zur Wutrede geäussert. Im Interview mit RadioBWSchlager1 sagte er der «TV Movie» zufolge, er wisse, wie hart die Entscheidung für Mross gewesen sei.
Bratzler erklärte, er könne nachvollziehen, dass das Ende der Sendung für Mross besonders hart gewesen sei. Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch er das Ende der langjährigen Sendung bedauere.
Mross' Darstellung, Bratzler habe die Sendung allein beendet, weist der Programmdirektor laut der «T‑online» zurück. Die Entscheidung sei nach einer Abwägung getroffen worden, an der viele Verantwortliche innerhalb von SWR und ARD beteiligt gewesen seien.
Warum «Immer wieder sonntags» endet
Als Gründe für das Aus nannte Bratzler den Rückgang des linearen Fernsehens und den zunehmenden Spardruck. Die Quoten seien zwar bis zuletzt gut gewesen, hätten jedoch unter dem Niveau früherer Jahre gelegen.
Bratzler bezeichnete das Ende der «TV Movie» zufolge als die schwierigste Entscheidung seit seinem Amtsantritt als Programmdirektor. Zugleich erklärte er, auch er sei traurig, dass «Immer wieder sonntags» nicht weitergeführt werden könne.

Für Stefan Mross bleibt damit nach 21 Jahren als Moderator eine langjährige TV-Ära beendet. Bratzler wünschte ihm laut der «T-online» alles Gute und betonte, Mross werde seinen weiteren Weg finden.












