Autorin aus Hamburg eröffnet Klagenfurter Wettlesen

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    Österreich,

    Sieben der 14 Autoren und Autorinnen kommen aus Deutschland. Zusammen mit den Kandidaten aus der Schweiz und Österreich bewerben sie sich mit ihren Texten um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis. Die Beiträge wurden wegen der Coronakrise vorher aufgezeichnet.

    Die Hamburger Autorin Jasmin Ramadan eröffnet das Wettlesen um den Bachmannpreis. Foto: Axel Anselm Woesler/ORF/dpa
    Die Hamburger Autorin Jasmin Ramadan eröffnet das Wettlesen um den Bachmannpreis. Foto: Axel Anselm Woesler/ORF/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Wettlesen um den Bachmannpreis wird am Donnerstag von Jasmin Ramadan aus Hamburg eröffnet.

    Die 46-jährige Autorin erhielt am Mittwochabend in Klagenfurt bei der Auslosung der Reihenfolge der Auftritte den Startplatz.

    Ramadan hatte mit dem Roman «Soul Kitchen», der Vorgeschichte zu Fatih Akins gleichnamigen Film, debütiert.

    Aus Deutschland kommen sieben der 14 Autoren und Autorinnen. Zusammen mit den Kandidaten aus der Schweiz und Österreich bewerben sie sich mit ihren Texten um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis. Die Beiträge wurden wegen der Coronakrise vorher aufgezeichnet. Die 44. Tage der deutschsprachigen Literatur sind diesmal von der Pandemie geprägt. So diskutieren die sieben Mitglieder der Jury vom Homeoffice aus.

    In einer Vorrede zu ihrer Rede zur Literatur warb die Bachmannpreisträgerin von 2016, Sharon Dodua Otoo, für mehr Freiheit und Präzision beim sprachlichen Ausdruck. Leider werde «in den überwiegend weissen deutschsprachigen Redaktionen - progressiv wie konservativ - noch immer zu eng am Duden festgehalten», so die 1972 in London geborene Schwarze. Zu oft habe sie die Erfahrung gemacht, dass ihre Texte im Lektorat korrigiert worden seien, obwohl sie mit ihrer Schreibweise etwas ganz anderes habe ausdrücken wollen.

    «LehrerInnen» habe nicht die gleiche Bedeutung wie «Lehrerinnen und Lehrer». Fremdenfeindlichkeit sei etwas anderes als Rassismus. Sprache sei eine ständige Erinnerung daran, dass Diskriminierung existiere und dass die eigene Haltung in der Wortwahl oder Schreibweise deutlich werden könne.

    Otoos eigentliche Rede zur Literatur unter dem Titel «Dürfen Schwarze Blumen Malen» war ganz kurz: «Ja, je mehr desto besser.»

    © dpa-infocom, dpa:200618-99-476446/2

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