Moderator räumt Fehler von RTL im Dschungelcamp ein
RTL lässt beim Nachspiel alle noch einmal antreten. Gil Ofarim sagt leise Sorry, Moderator Jan Köppen gibt zu, dass RTL zu wenig korrigierte.

Das Wichtigste in Kürze
- RTL holte die Dschungelcamp-Crew zwei Wochen nach dem Final zum Nachspiel zurück.
- Gil Ofarim entschuldigt sich im RTL-Nachspiel für «falsche Formulierungen».
- Moderator Jan Köppen räumt ein, RTL habe Aussagen im Camp zu wenig korrigiert.
Er war leicht erkältet und wirkt trotzdem wie auf der Flucht. Gil Ofarim (43) bleibt einer der umstrittensten Dschungelkönige überhaupt. Das zeigt sich auch am Sonntagabend im «Nachspiel» bei RTL.

Der Sender trommelte zwei Wochen nach dem Final noch einmal alle Dschungelcamper zusammen. Im Studio sollte es Krawall und Klartext geben. Stattdessen sitzt da ein König, der am liebsten verschwinden würde.
Hier sieht sich Gil Ofarim in einem Jahr
Als Sonja Zietlow (57) fragt, wo er sich in einem Jahr sehe, antwortet Ofarim brav: Bei den Hausaufgaben mit seinen Kindern. Später wieder auf Tour oder in einem Film.
Seine Körpersprache sagt aber etwas anderes: Bitte lass mich jetzt gehen.
Doch vorher wird es unangenehm. Moderator Jan Köppen (42) nimmt ihn in die Zange und spricht das aus, was viele denken. RTL habe zu wenig korrigiert, als Ofarim im Camp Dinge behauptete, die so nicht stimmen.
Köppen nennt Beispiele: Ofarim spreche von einem Freispruch, dabei wurde das Verfahren nur eingestellt. Und er habe Zweifel an den Überwachungskameraaufnahmen angedeutet, obwohl Gutachten dagegen sprechen.
«Wolltest du Zweifel säen?», fragt Köppen nach.
Ofarim weicht aus und redet sich auf Hunger und Müdigkeit heraus. Bei einem Punkt beruft er sich auf Berichte des «Stern». Die Stimmung im Studio kippt trotzdem. Die Runde wirkt genervt, Ariel (22) schiesst wieder, andere halten dagegen.
Ofarim landet auf dem letzten Platz
Am Ende kommt die Retourkutsche. Die Stars wählen in einer geheimen Abstimmung ihren eigenen Dschungelkönig. Ofarim rutscht dabei vom ersten auf den letzten Platz.

Ganz oben landet plötzlich Hubert Feller (58), offiziell nur Dritter. Hubert kann es kaum fassen, kämpft mit den Tränen und sagt: «Das Dschungelcamp ist die schönste Sendung, die es gibt.»
Das Netz flippt aus
Im Netz gab es danach ordentlich Gegenwind. Viele Zuschauer fanden das interne Camper-Voting daneben, weil das Publikum Ofarim zuvor zum Sieger gemacht hatte. In Kommentaren heisst es, Gil sei im Nachspiel «vorgeführt» worden und Moderation und Redaktion hätten nicht neutral gewirkt.
Andere schimpften, die Kandidaten hätten nicht nach Leistung, sondern nach Sympathie und Vorgeschichte abgestimmt. Mehrere Fans nannten das Ganze «unfair» und sahen darin eine unnötige Demütigung des amtierenden Dschungelkönigs.



























