«Die Verteidigerin: Der Fall Nicola» im TV-Check
Im zweiten Film der ARD-Reihe «Die Verteidigerin: Der Fall Nicola» ermittelt Andrea Sawatzki in einem neuen Fall.

«Die Verteidigerin: Der Fall Nicola» lief am 14. Januar im Ersten und zeigt Andrea Sawatzki als Anwältin Lou Caspari. Die Freiburger Juristin gerät in einen Vermisstenfall, der durch Social Media eskaliert, berichtet die «Schweizer Illustrierte».
Ehemann Benno bittet seine alte WG-Freundin Lou um Hilfe bei der Suche nach seiner verschwundenen Frau Nicola. Andreas Döhler überzeugt in der Rolle des verzweifelten Ehemanns, schreibt das Magazin.
Das Drehbuch von Grimmepreisträger Magnus Vattrodt kritisiert die Auswüchse des True-Crime-Hypes, so die «Schweizer Illustrierte». Als Teenagertochter Jasmin einen Suchaufruf über Social Media startet, eskaliert die Situation vollends.
Klicks, Kalkül und Katastrophe: Wenn True Crime zur Zumutung wird
Hobby-Ermittler stapfen durch den Wald und selbsternannte Profiler geben ungefragt Tipps, heisst es. Influencerinnen sammeln mit dreisten Videos Klicks und generieren Werbeeinnahmen auf Kosten der verzweifelten Familie.
«Wenn eine hübsche weisse Frau im Wald verschwindet, geht die Fantasie los», lässt Drehbuchautor Vattrodt den Kommissar sagen. Diese bittere Wahrheit offenbart der Film eindrücklich, lobt die «Schweizer Illustrierte».

Regisseur Lars-Gunnar Lotz inszenierte den Film wie ein True-Crime-Drama, schreibt «evangelisch.de». Der sachliche und betont ruhige Stil wirkt mitunter fast dokumentarisch und verfehlt seine Wirkung nicht.
Im Dickicht der Gerüchte: Ein Krimi über Fake-Bilder und echtes Leid
Die düstere Atmosphäre entsteht vor allem durch zahlreiche Waldszenen im Nordschwarzwald, so der Medienkritiker Tilmann P. Gangloff. Andreas Döhler sei dank seiner düsteren Aura eine ausgezeichnete Besetzung für die männliche Hauptrolle.
Anders als der Vorgänger «Der Fall Belling», der mit vielen Wendungen überraschte, präsentiert sich «Der Fall Nicola» als klassischer Vermisstenkrimi. Erst auf den zweiten Blick zeigt sich, dass der Film diesen vertrauten Rahmen gezielt nutzt.
Die Ermittlungen bleiben aber laut «Film Rezensionen» schlicht, wer Rätselraten erwartet, grübelt vergebens. Zwar überrascht die Auflösung, wirkt jedoch unbefriedigend.












