18 Millionen futsch: Berner Bond-Girl erstattet Anzeige

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    Bern,

    Ursula Andress klagt gegen ihren früheren Vermögensverwalter Éric Freymond. Sie wirft dem verstorbenen Bankier vor, 18 Millionen veruntreut zu haben.

    Ursula Andress
    Ursula Andress im Jahr 2010 in Cannes beim Filmfestival. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ursula Andress zeigt ihren früheren Vermögensverwalter an.
    • Der Bankier soll ohne ihr Wissen Geld verschoben und investiert haben.
    • Berichten zufolge verlor die Schauspielerin 18 Millionen Franken.

    Ursula Andress (89) hat Anzeige gegen ihren früheren Vermögensverwalter Éric Freymond eingereicht. Die Berner Schauspielerin, die in den 1960er-Jahren als Bond-Girl berühmt wurde, wirft Freymond vor, Geld veruntreut zu haben.

    18 Millionen Franken soll der Genfer Bankier verschoben und investiert haben. Ohne, dass Ursula Andress etwas davon wusste.

    Hast du den Bond-Film mit Ursula Andress gesehen?

    Laut «24 heures» hat sich die Waadtländer Staatsanwaltschaft dem Fall bereits angenommen. Es wird wegen möglicher ungetreuer Geschäftsbesorgung, Geldwäscherei und Urkundenfälschung ermittelt, heisst es.

    Ursula Andress
    Ursula Andress 2007 im Deutschen Theater in Berlin. (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

    Es ist nicht das erste Mal, dass derartige Vorwürfe gegen Freymond erhoben wurden. Auch der Hermès-Erbe Nicolas Puech machte den verstorbenen Vermögensverwalter dafür verantwortlich, viel Geld verloren zu haben.

    Éric Freymond ist im vergangenen Jahr im Juli gestorben. Er wurde damals in der Nähe seines Chalets in Saanen tot aufgefunden. Laut den Behörden war es Suizid.

    Ursula Andress rechnet mit 007 ab

    Ursula Andress war das allererste Bond-Girl überhaupt. Durch ihre Rolle der Honey Rider in «James Bond jagt Dr. No» wurde sie an der Seite von Sean Connery praktisch über Nacht zum Weltstar.

    Vor wenigen Jahren blickte sie in einem Interview aber mit wenig Begeisterung auf die Zeit zurück. «Ich mag nicht mehr über Bond reden. Ich bin enttäuscht und vor allem sauer auf die Bond-Macher», sagte die gebürtige Bernerin.

    ursula andress
    Ursula Andress war das erste Bond Girl. - keystone

    Obwohl der Film sehr erfolgreich war, bekam Andress nämlich kaum Gage: Gerade mal 10'000 Dollar (knapp 8000 Franken) soll sie damals erhalten haben.

    Ein No-Go für die heute 89-Jährige. «Die haben auch durch mich über Jahrzehnte Millionen kassiert. Aber ich habe nie eine Anerkennung bekommen. Kein Danke, keinen Cent extra, nicht mal einen Strauss Blumen», stänkerte sie.

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