Zürich: Jugendliche bringen ihre Anliegen ins Stadtparlament
Am Freitag, 30. Oktober 2026, treffen sich im Rathaus Hard in Zürich bis zu 90 Jugendliche zur vierten Jugendkonferenz und formulieren eigene Vorstösse.

Am Freitag, 30. Oktober 2026, findet im Rathaus Hard die vierte Jugendkonferenz der Stadt Zürich statt. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren diskutieren ihre Anliegen an die Stadtpolitik und formulieren Jugendvorstösse oder Petitionen. Damit stärken sie ihre politische Mitsprache.
Zur vierten Jugendkonferenz werden 70 bis 90 junge Zürcherinnen und Zürcher erwartet. In Themengruppen sammeln und diskutieren sie ihre Anliegen. Gemeinderätinnen und Gemeinderäte unterstützen sie dabei, daraus Jugendvorstösse zu formulieren.
Zum Schluss stimmen die Jugendlichen im Plenum über die Vorstösse ab. Diese werden dem Gemeinderat überreicht und im Stadtparlament behandelt.
Alternativ können die Jugendlichen auch Petitionen formulieren. Das gilt für Anliegen, die nicht die Anforderungen eines Jugendvorstosses erfüllen. Die Petitionen gehen nach der Konferenz an die zuständige Behörde.
Erste Themen stehen fest
Einige Anliegen wurden bereits auf engage.ch, der Plattform des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente, eingereicht. Dazu gehören «Eine bessere Erklärung für das Arbeitssystem», «KI regulieren an Zürcher Schulen» und «Mehr Velowege in der Stadt Zürich». Die Jugendlichen können an der Konferenz aber auch neue Ideen einbringen und direkt über die Prioritäten abstimmen.
Alle Jugendvorstösse angenommen
Den Jugendvorstoss gibt es seit 2021. Damit können junge Menschen ihre Anliegen direkt in die Stadtpolitik einbringen. Der Gemeinderat hat bisher alle 17 eingereichten Jugendvorstösse angenommen und dem Stadtrat überwiesen. Für die Mitglieder des Gemeinderats ist die Konferenz eine Gelegenheit, die Sicht der noch nicht stimmberechtigten Bevölkerung kennenzulernen.
Aus dem Pilotprojekt wird ein festes Angebot
Die Jugendkonferenz ist Teil von «Euses Züri – Kinder und Jugendliche reden mit». Das Sozialdepartement hat das Pilotprojekt 2022 in Auftrag gegeben. Umgesetzt wird es von Okaj Zürich (Kantonale Kinder- und Jugendförderung) in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ).
Die Evaluation fällt positiv aus: Es hat die Kinder- und Jugendpartizipation gefördert und die Mitwirkung junger Menschen nachhaltig gestärkt. Der Stadtrat will das Angebot deshalb dauerhaft weiterführen und beantragt dem Gemeinderat einen jährlichen Beitrag von 198'000 Franken an den Verein Okaj Zürich für die Jahre 2027 bis 2030.






