Rund 71 Millionen Franken hat der Zürcher Gemeinderat am Mittwoch für den Ersatzneubau der Siedlung Hardau I bereitgestellt. Die neue Siedlung soll Ende 2024 bezugsbereit sein und dann rund 400 Personen beherbergen können - heute sind es rund 150.
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Der Zürcher Gemeinderat bei einer Tagung. (Archivbild) - keystone

Die Zahl der Wohnungen wird sich von 80 auf 122 erhöhen und zur Kostenmiete angeboten werden. So soll etwa eine 2-Zimmerwohnung 1060 Franken, eine 3-Zimmerwohnung 1230 Franken und eine 4-Zimmerwohnung 1450 Franken im Monat kosten, wie aus der stadträtlichen Vorlage hervorgeht.

Das Projekt wurde «autoarm» konzipiert: Das Parkplatzangebot verringert sich von 249 Parkplätzen auf 31. Für Velos sind 400 Abstellplätze vorgesehen.

Im Neubau sollen auch ein Kindergarten sowie das Personenmeldeamt West integriert werden.

Der Ersatzneubau der Liegenschaft zwischen der Hardstrasse und den vier Hardau-Hochhäusern sei nötig, weil der Ausbaustandard veraltet und bescheiden sei und nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspreche. Eine blosse Instandsetzung der drei zwischen 1962 und 1964 entstandenen Wohnblöcke der Siedlung Hardau I sei deswegen aus Kostengründen nicht sinnvoll, hiess es im Rat.

Die Vorlage wurde mit 98 zu 17 Stimmen angenommen. Sie kommt voraussichtlich im November vors Volk.

Als einzige Partei dagegen war die SVP. Sie forderte, das Geschäft zurückzuweisen und wollte anstatt eines Ersatzneubaus eine Instandsetzung. Die Kosten etwa seien zu hoch dafür, dass nur 42 neue Wohnungen entstünden.

«Gebaut wird klientelgerecht», sagte der SVP-Sprecher zudem mit Blick auf den Parkplatzabbau. Es sei absurd, dass die Stadt argumentiere, dass die wegfallenden Parkplätze durch Plätze in der Blauen Zone aufgefangen werden könnten. «Die werden Tag für Tag wegrationalisiert. Das ist ein Herauszüchten von Autofahrern aus der Stadt.»

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