Stadt Zürich

    Kindertagesbetreuung: Kanton Zürich soll sich stärker beteiligen

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Der Kanton Zürich soll mehr Kosten in der Kindertagesbetreuung übernehmen. Das fordert die «Kita-Allianz».

    kindertagesbetreuung trotz coronavirus kita
    Kinderstiefel auf einem Regal. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die «Kita-Allianz» hat im Zürcher Kantonsrat mehrere Motionen überwiesen.
    • Ein Vorstoss der SP, die Betreuung kostenlos anzubieten, scheiterte.

    Die «Klima-Allianz», bestehend aus SP, Grünen, AL, GLP und EVP hat sich am Montag im Kantonsrat als «Kita-Allianz» betätigt. Das Parlament hat insgesamt drei Motionen zum Thema der Kosten zur Kindertagesbetreuung überwiesen. Zwei davon fordern eine höhere finanzielle Beteiligung des Kantons.

    Eine von der GLP eingereichte Motion fordert, dass der Kanton sich mit Betreuungsgutscheinen an den Kita-Kosten der Eltern beteiligt. Die Höhe der Gutscheine soll vom Einkommen, dem Vermögen und der Anzahl Kindern abhängen.

    Kindertagsstätte Kindertagesbetreuung
    Kinder in einer Kindertagesstätte. (Symbolbild) - Keystone

    Laut Befürworten des Vorstosses fördert das Gutschein-Modell den Wettbewerb unter den Kindertagesstätten. Weil die Eltern auswählen können, wo ein Kind betreut wird. Der Vorstoss wurde mit 88 Ja- gegen 81 Nein-Stimmen überwiesen.

    Mit 99 zu 76 Stimmen überwiesen wurde eine Motion der Grünen. Diese will, dass Kanton und Gemeinden sich mit je 20 Prozent an der Finanzierung des Betreuungsangebotes für Vorschulalter-Kinder beteiligen. Dem Kanton würden dadurch gemäss Angaben des Regierungsrats kosten in der Höhe von rund 100 Millionen Franken pro Jahr entstehen.

    SP fordert kostenlose Kindertagesbetreuung

    Mit 101 zu 70 Stimmen überwiesen wurde zudem eine Motion der GLP. Sie forderte eine Erhöhung des Steuerabzugs für die Betreuungskosten. Dieser soll von 10'100 auf 20'000 Franken erhöht werden.

    Mit 129 Nein- zu 45 Ja-Stimmen deutlich abgelehnt wurde hingegen ein Vorstoss der SP. Er zielte auf eine für die Eltern vollständig kostenlose Kindertagesbetreuung von Kindern im Vorschulalter ab. Gemäss Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) würde dies den Kanton jährlich gegen 400 Millionen Franken kosten.

    Regierungsrat Zürich
    Regierungsrätin Natalie Rickli, Regierungspräsidentin Silvia Steiner und Regierungsrat Mario Fehr, von links, sprechen während einer Medienkonferenz. - Keystone

    Der Regierungsrat hat bei allen drei Motionen Ablehnung beantragt. Er hat nun zwei Jahre Zeit, zu den beiden überwiesenen Vorstössen Berichte und Anträge auszuarbeiten.

    Die vorläufige Unterstützung ausgesprochen hat der Kantonsrat auch einer parlamentarischen Initiative von FDP und SVP. Diese fordert, dass Familien höchsten einen Fünftel ihres Einkommens für externe Kinderbetreuung ausgeben müssen.

    Zudem sollen die Gemeinden dazu verpflichtet werden, für ein bedarfsgerechtes Angebot zu sorgen und dieses finanziell mitzutragen. Geld vom Kanton fordert der Vorstoss der FDP keines.

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