Das städtische Restaurant «Frieden» in Zürich-Affoltern dürfte trotz des Baus einer neuen Tramlinie nun doch stehen bleiben können.
Tristan Brandt Baden
Ein gedeckter Tisch in einem Restaurant. (Symbolbild) - dpa

Die Tage der 1892 erstellten Liegenschaft an der Wehntalerstrasse waren schon gezählt. Denn sie steht der Verbreiterung der Strasse, die für das neue Tram Affoltern nötig ist, im Weg. Den Abbruchplänen erwuchs aber Widerstand; der «Frieden» sei seit über 100 Jahren Treffpunkt und Herzstück des Quartiers, hiess es in einer Petition.

Nun zeichnet sich eine Lösung, ab, wie die Stadt am Montag mitteilte. Immobilieneigentümer und Bauingenieur Urs Räbsamen will den «Frieden» für 2,5 Millionen Franken verschieben, für 1,2 Millionen Franken instand setzen und als Quartierrestaurant weiterführen.

Er hat mit der Stadt Zürich und den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Demnach könnte Räbsamen den «Frieden» im Baurecht übernehmen.

Räbsamen habe bereits mehrere Restaurants vor dem Aus bewahrt

Beteiligt ist an diesem Letter of Intent auch die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW). Diese räumt unter anderem ein Näherbaurecht ein, weil der «Frieden» nach seiner Verschiebung die Mindestabstände zur SAW-Siedlung unterschreiten wird.

Räbsamen habe als Baurechtsnehmer oder Käufer bereits mehrere Restaurants vor dem Aus bewahrt, heisst es in der Mitteilung der Stadt Zürich. So habe er etwa dem «Alten Löwen» in Oberstrass, der «Krone» in Altstetten oder dem «Rössli» in Aesch neues Leben eingehaucht.

Der Termin für die Verschiebung des «Frieden» ist abhängig vom Fortschritt des Projekts Tram Affoltern; sie kann voraussichtlich frühestens in der ersten Hälfte 2026 stattfinden.

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