Angesichts der stark steigenden Fallzahlen ruft der Kanton Zürich die Bevölkerung ein weiteres Mal dazu auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. «Es sind genügend freie Termine für Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen vorhanden», teilte die Gesundheitsdirektion am Freitagabend mit.
Coronavirus Kinder Mädchen
Ein Mädchen erhält in Zürich eine Impfung gegen das Coronavirus. - Keystone

Alleine im Januar sind in den verschiedenen Impfzentren und in den Apotheken noch rund 160'000 Booster-Termine zu haben, wie es in der Mitteilung heisst.

Im Kanton Zürich haben sich gemäss Angaben der Gesundheitsdirektion bislang rund eine halbe Million Menschen boostern lassen. Damit hat knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten. Bei den über 65-Jährigen liegt der Anteil bei 71 Prozent.

Angesichts der der derzeit stark steigenden Fallzahlen appelliert der Kanton, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Eine Impfung sei unverändert das beste Mittel zum eigenen Schutz, zum Schutz der Mitmenschen und zum Schutz zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, schreibt die Gesundheitsdirektion.

So schütze eine Auffrischimpfung zu 70 Prozent vor einer Omikron-Ansteckung - oder bei einer dennoch erfolgten Ansteckung zumindest vor einem schweren Krankheitsverlauf. «Dies zeigen die Hospitalisierungen: 80 Prozent der Personen, die auf den Intensivstationen gegen Covid-19 behandelt werden, sind ungeimpft.»

Um die Impfquote zu erhöhen, wird am 17. Januar wie angekündigt im Einkaufszentrum Glatt ein weiteres Impfzentrum eröffnet. Wie die Gesundheitsdirektion am Freitag zudem ankündigte, werden Personen, die zum Boostern zugelassen sind, aber noch keinen Termin gebucht haben, in den kommenden Tagen eine Erinnerungs-SMS erhalten.

Im Weiteren werden auch laufend neue Termine für Impfungen von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren aufgeschaltet. Seit Dienstag wurden 1369 Kinderimpfungen durchgeführt, wie es in der Mitteilung heisst.

Am Freitag sind im Kanton Zürich 5547 Personen positiv getestet worden, wie dem täglichen Covid-19-Lagebulletin zu entnehmen ist. Am Donnerstag waren 4738 neue Fälle gemeldet worden, am Mittwoch 4193 und am Dienstag 2267.