Skifahren in Zug: Investor plant Skihalle mit vier-Sterne-Hotel

Nau.ch Lokal
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Region Zug,

Ein norwegischer Investor plant in Zug eine Skihalle mit Hotel und Kongresszentrum beim Stierenmarkt. Das Projekt könnte den Tourismus beleben.

Zug Tourismus
In Zug könnte schon bald ganzjährig Ski gefahren werden. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Investor plant den Bau einer Skihalle mit integrierem Hotel und Kongresszentrum.
  • Als möglicher Standort wird derzeit das Areal beim Stierenmarkt in Zug geprüft.
  • Erste Machbarkeitsstudien zeigen, dass das Projekt realisierbar ist.

Zug Tourismus freut sich, ein aussergewöhnliches Zukunftsprojekt vorstellen zu dürfen: Ein internationaler Investor aus Norwegen plant den Bau einer modernen Skihalle mit integriertem vier-Sterne-Superior-Hotel im Herzen des Kantons Zug. Für alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zug soll der Zugang zur Indoor-Skianlage kostenlos sein.

Der Investor, der teilweise selbst in der Region lebt, trat vor einiger Zeit mit einer Frage an Zug Tourismus heran: «Wo kann man im Kanton Zug Ski fahren?» Da natürliche Wintersportmöglichkeiten im Kanton in schneearmen Wintern nur eingeschränkt vorhanden sind, entstand nach mehreren Gesprächen und vertieften Abklärungen die innovative Idee einer Skihalle in Zug. Skifahren in Zug, unabhängig von Wetter und Jahreszeit.

Zug Tourismus
Es werden bereits erste Projektvisualisierung entwickelt. - zVg

Die geplante Skihalle soll ganzjährig betrieben werden und modernste Schnee- und Kühltechnik einsetzen. Vorgesehen ist eine Hauptpiste mit einer Länge von rund 350 bis 400 Metern. Zusätzlich sind separate Bereiche für Anfängerinnen und Anfänger sowie Trainingszonen geplant. Auch Snowboard- und Freestylebereiche, eine Skischule, Materialverleih sowie gastronomische Angebote sollen Teil der Anlage sein.

Neben der geplanten Indoor-Skianlage ist ein vier-Sterne-Superior-Hotel mit rund 120 Zimmern vorgesehen. Ergänzt werden soll das Angebot durch moderne Seminar- und Eventräume sowie ein Kongresszentrum mit einer Kapazität von bis zu 4000 Personen. Damit könnte das bestehende Hotel- und Kongressangebot der Stadt Zug langfristig erweitert und bei grossen Veranstaltungen zusätzlich entlastet werden.

Als möglicher Standort wird aktuell das Stierenmarktareal geprüft. Die Lage überzeugt durch ihre Nähe zum Bahnhof Zug und die gute Verkehrsanbindung. Gleichzeitig bietet das Gebiet Entwicklungspotenzial für neue touristische und wirtschaftliche Impulse. Erste Machbarkeitsstudien zeigen, dass ein Projekt dieser Grössenordnung räumlich und infrastrukturell grundsätzlich realisierbar wäre.

Auch seitens der Stadt wird das Projekt grundsätzlich positiv begleitet. Der Zuger Stadtpräsident André Wicki betont, wie sehr das Vorhaben Innovation, Tourismus und Standortentwicklung verbindet und dass die Stadt Initiativen, die den Standort Zug stärken, grundsätzlich begrüssen.

Ziel wäre ein Baustart am ersten Januar 2028. Die Bauzeit wird auf rund eineinhalb Jahre geschätzt, sodass eine Eröffnung im Sommer 2029 möglich wäre. Derzeit wird zudem an einer ersten Projektvisualisierung gearbeitet, die einen Eindruck vermitteln soll, wie sich die Anlage künftig in das Stadtbild integrieren könnte.

Im Hinblick auf eine mögliche Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele Schweiz 2038 in der Schweiz könnte das Projekt zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Im Zusammenhang mit der nationalen Diskussion über eine Kandidatur für die Olympic Winter Games 2038 wurde bereits mehrfach betont, dass auch kleinere Städte wichtige Beiträge zur Infrastruktur leisten könnten. Der Stadtrat hat in diesem Zusammenhang bekräftigt, Zug als möglichen Austragungsort für Eishockeyspiele zu positionieren – neben Zürich und Lugano.

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