Zofingen

Gefahr für Weiher: Heimische Gewässer sind keine Aquarien

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Tiere und Pflanzen aus Aquarien gehören nicht in die Natur. In Zofingen führen ausgesetzte Schildkröten und Goldfische zu Problemen in den Weihern.

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Goldfischschwarm in einem Weiher im Zofinger Wald, November 2025. - zVg/Stadt Zofingen

Ein Goldfisch im Weiher, eine Schildkröte am Teichrand oder fremde Wasserpflanzen im Bach: Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann für die Natur sehr grosse Folgen haben, berichtet die Stadt Zofingen. Tiere, Pflanzen und Wasser aus Aquarien oder Gartenteichen gehören nicht in heimische Gewässer. Wer sie in der freien Natur aussetzt, handelt nicht nur unüberlegt, sondern macht sich auch strafbar dabei.

Gerade vor den Ferien stellt sich manchmal die Frage, wohin mit Fischen, Schildkröten oder Wasserpflanzen, wenn niemand sie betreuen kann oder will. Sie in einem Weiher, Bach oder Teich auszusetzen, ist jedoch keine Lösung.

Viele Aquarien- und Teichtiere stammen aus anderen Weltregionen. Einige überleben in unseren Gewässern nicht. Andere hingegen breiten sich stark aus und verdrängen einheimische Arten.

Invasive Arten stören das Ökosystem

Auch in Zofingen wurden in der Vergangenheit bereits invasive Schildkröten und Goldfische in Weihern ausgesetzt. Das ist problematisch: Solche Tiere können das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören.

Goldfische und Rotwangen-Schmuckschildkröten können ganze Teiche regelrecht leerfressen. Besonders gefährdet sind dabei seltene Amphibien, Insektenlarven und andere kleine Wasserlebewesen. Damit leidet die lokale Artenvielfalt.

Zusätzlich können ausgesetzte Tiere und Pflanzen Krankheiten einschleppen oder sich so stark vermehren, dass später aufwendige und teure Bekämpfungsmassnahmen nötig werden.

Auch Aquarienwasser darf deshalb nicht in Bäche, Weiher oder Dolen geleert werden. Es kann Krankheitserreger, Pflanzenteile oder kleine Lebewesen enthalten, die in der freien Natur nichts verloren haben.

Richtig handeln schützt die Natur

Wer ein Aquarium oder einen Gartenteich aufgeben muss, sollte verantwortungsvoll handeln. Am besten wird zuerst im Bekanntenkreis oder über seriöse Plattformen ein neues Zuhause gesucht. Auch Auffangstationen können weiterhelfen. Falls keine Lösung gefunden wird, ist eine Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Wasserpflanzen gehören in den Kehricht oder in eine professionelle Kompostieranlage. Aquarienwasser ist ausschliesslich über das Abwasser zu entsorgen, niemals in Gewässer oder Dolen.

Die Stadt Zofingen bittet die Bevölkerung, Beobachtungen von ausgesetzten Tieren oder fremden Pflanzen in Gewässern zu melden. Hinweise nimmt der Werkhof oder die Fachstelle Natur und Umwelt entgegen. Wer richtig handelt, hilft mit, unsere einheimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Denn unsere Weiher, Bäche und Teiche sind keine Entsorgungsorte, sondern wertvolle Lebensräume.

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