Nach der öffentlichen Ausschreibung hat der Gemeinderat Worb das Büro B Architekten AG aus Bern mit der Sanierung des Oberstufenzentrums Worbboden beauftragt.
Worb
Gemeindeverwaltung Worb. - nau.ch / Ueli Hiltpold

Der Studienauftrag zur Sanierung des Oberstufenzentrums Worbboden ist abgeschlossen. Der Gemeinderat Worb hat beschlossen, das Planungsteam unter der Federführung des Büros B Architekten AG aus Bern mit der Weiterbearbeitung und Ausführung des Projekts zu beauftragen.

Die interessierte Öffentlichkeit kann die Vorschläge der drei Planerteams und den Bericht des Beurteilungsgremiums vom 17. bis 28. Januar 2022 in der Gemeindeverwaltung einsehen.

Das Oberstufenzentrum Worbboden wurde zwischen 1973 und 1975 von Hebeisen und Vatter Architekten erbaut. Seit 2015 wird es im kantonalen Bauinventar als erhaltenswert eingestuft.

Die Fassaden aus Stahlblechelementen und die Stirnwände aus Sichtbeton müssen saniert werden. Weiter sind energetische und gebäudetechnische Massnahmen notwendig, die Erdbebensicherheit muss verbessert sowie die Beleuchtung und die Bodenbeläge ersetzt werden.

Der Sanierungsauftrag war öffentlich ausgeschrieben

Die Gemeinde hat den Auftrag zur Sanierung des Oberstufenzentrums Worbboden öffentlich ausgeschrieben. Es haben sich neun Unternehmen für den Auftrag beworben. Das vom Gemeinderat eingesetzte Beurteilungsgremium hat die Bewerbungen geprüft.

Dem Gremium gehörten Gemeindepräsident Niklaus Gfeller, Gemeinderat Bruno Wermuth und aus der Planungskommission Alfred Wirth an. Weiter waren darin die Architekten Rolf Nöthiger, Claude Rykart und Nick Ruef sowie der Fassadenplaner Carlo Sutter vertreten.

Es erhielten die folgenden Büros den Auftrag, bis am 21. Oktober 2021 einen Studienauftrag zur Sanierung des Oberstufenzentrums Worbboden zu erarbeiten: Batimo AG Architekten, Büro B Architekten AG und 3B Architekten AG.

Das Büros B Architekten AG soll das Projekt ausführen

Das Beurteilungsgremium führte am 9. September 2021 Zwischenbesprechungen mit den einzelnen Büros durch und am 9. November 2021 die Schlussbesprechung.

Es empfahl dem Gemeinderat einstimmig, die Projektstudie des Planungsteams unter der Federführung des Büros B Architekten AG mit der Weiterbearbeitung und Ausführung des Projekts zu beauftragen. Dieser Empfehlung hat sich der Gemeinderat am 20. Dezember 2021 angeschlossen.

Das Planerteam unter der Federführung von Büro B Architekten AG verzichtet in seinem Konzept bewusst auf grössere Anpassungen im architektonischen Ausdruck. Es zeigt schlüssig, dass keine wesentlichen Veränderungen in der Architektursprache vorgenommen werden dürfen.

Der ursprüngliche Charakter des Gebäudeensembles bleibt aufgrund des vergleichsweise konservativen Ansatzes erhalten.

Das Schulhaus bleibt rot

Der Ausdruck der Fassade bleibt kräftig und verleiht dem Ensemble weiterhin die Ausstrahlung, die es aufgrund seiner öffentlichen Funktion, der herausragenden Lage im Siedlungsgefüge und als identitätsstiftendes Element der Gemeinde verdient.

Worb behält sein rotes Schulhaus. Der Gemeinderat hat das Departement Bau beauftragt, die Sanierung des Oberstufenzentrums zusammen mit dem Planerteam weiter voranzutreiben.

Im nächsten Schritt soll dem Grossen Gemeinderat im ersten Halbjahr 2022 ein Projektierungskredit für die Ausarbeitung eines Vorprojekts mit detaillierter Kostenschätzung beantragt werden.