Der Ertragsüberschuss vom Vorjahr wird deutlich übertroffen: Budgetiert waren 2,4 MillionenFranken.
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Bei einem Aufwand von 80 Millionen und einem Ertrag von 84,2 Millionen Franken, schloss die Rechnung mit einem sehr erfreulichen Überschuss von 4,2 Millionen Franken ab. Das gute Ergebnis wurde dank tieferem Sach- und übrigem Betriebsaufwand sowie höheren Steuern erzielt.

Bei den Steuern wurde gegenüber dem Budget ein Mehrertrag von 1,3 Millionen Franken oder 3 % erzielt. Bei den Aktien-, Quellen- und Sondersteuern (Nachsteuern und Bussen sowie Erbschafts- und Schenkungssteuern) sind es 220‘000 Franken. An Grundstückgewinnsteuern konnten 400‘000 Franken mehr vereinnahmt werden.

Die Steuern der natürlichen Personen in der Höhe von 36,8 Millionen Franken, haben das Budget um 700‘000 Franken übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gesamtsteuerertrag um 2,3 Millionen Franken höher. Die Erhöhung des Steuerfusses um 3% von 110 % auf 113 % machen 870‘000 Franken aus. Unter Berücksichtigung der Steuerfussanpassung gegenüber dem Jahr 2019, beläuft sich der Mehrbetrag im Jahr 2020 auf 1,4 Millionen.

Kosten im Auge behalten

Das erstellte Budget konnte eingehalten bzw. unterschritten werden. Der Sach- und übrige Betriebsaufwand ist 1,9 Millionen Franken tiefer. 650‘000 Franken der budgetierten Beträge für Dienstleistungen und Honorare mussten nicht ausgegeben werden.

Beim baulichen Unterhalt sind 550‘000 Franken nicht verwendet worden. «Der haushälterische Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln hat zum guten

Ergebnis beigetragen», führt Gemeinderätin Ariane Gregor aus. Erfreulich ist, dass die Auszahlungen von wirtschaftlicher Hilfe um 500‘000 Franken unter dem Budget ausgefallen sind, wobei die Rückerstattungen 600‘000 Franken geringer sind.

Die Restkosten für die Pflegefinanzierung von Alters- und Pflegeheimen betragen 500‘000 Franken oder 25 % mehr als der Budgetbetrag. Für ausgebliebene Anlässe, Exkursionen und Lager inklusive Jugendfest, konnten im Corona-Jahr Einsparungen von 340‘000 Franken verzeichnet werden. Die Mehrkosten im Zusammenhang mit der Pandemie dürften sich mit den Minderaufwendungen in etwa die Waage halten.

Investitionsausgaben

Die Investitionen der Einwohnergemeinde und der Abwasserbeseitigung beliefen sich im Jahr 2020 auf 12,8 Millionen Franken. Dabei entfielen 460‘000 Franken auf Strassenbauten, 1,6 Millionen Franken auf Kanalisationen und 9,6 Millionen Franken auf Hochbauten.

900‘000 Franken betragen die Investitionsbeiträge an den Kanton und den Abwasserverband. Dem Baufortschritt entsprechend, konnten an die Bahnhofprojekte, die 6,8 Millionen Franken der Hochbauten ausmachen, von Bund und Kanton die Beiträge von 3,7 Millionen Franken vereinnahmt werden.

Dank des guten Ertragsüberschusses beträgt der Selbstfinanzierungsgrad 96 Prozent. Die Investitionen konnten mit den im Berichtsjahr erwirtschafteten Mitteln bis auf 360‘000 Franken finanziert werden.

Eigenwirtschaftsbetriebe

Die Eigenwirtschaftsbetriebe Sprachheil-Kindergarten und Heilpädagogische Schule schliessen mit einem Ertragsüberschuss von 18‘000 Franken resp. 32‘000 Franken ab. Der Ertragsüberschuss bei der Abfallwirtschaft beträgt 35‘500 Franken.

Der steuerfinanzierte Zuschuss belastet die Gemeinderechnung mit 718‘000 Franken, was vom gesamten Steuerertrag der natürlichen Personen unverändert 1,9 % entspricht.

Die Abwasserbeseitigung konnte aufgrund eines ausserordentlichen Ertrages, geringerem Sachaufwand, sowie günstigerem Kostenanteil an die Abwasserreinigungsanlage «im Blettler», ebenfalls einen Ertragsüberschuss in der Höhe von 208‘000 Franken ausweisen. Die Nettoinvestitionen sind mit 900‘000 Franken unter dem Budget ausgefallen.

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