Villaggio-Weg würdigt Migration in Winterthur
Der neue Villaggio-Weg in Winterthur erinnert an italienische Gastarbeiter und würdigt erstmals die migrantische Geschichte im Stadtbild.

Wie die Stadt Winterthur schreibt, heisst der Weg zwischen dem Schulhaus Eulachpark und der Halle 710 neu «Villaggio-Weg». Er erinnert an die fünf Holzbaracken, die früher an diesem Ort standen und als Unterkunft für bis zu 400 Sulzer-«Fremdarbeiter» dienten.
Sie waren die bekanntesten ihrer Art und erhielten wegen ihrer vorwiegend italienischen Bewohner den Übernamen «Villaggio» (italienisch Dorf).
Während in den letzten Jahren viele Strassen gezielt nach Frauen benannt wurden, erinnerte bisher keine Strasse explizit an die migrantische Bevölkerung. 2023 ist das Comitato Cittadino Italiano an die Stadt gelangt mit dem Bedürfnis, öffentliche Anerkennung für den Beitrag der italienischen «Fremdarbeiter:innen» zur Entwicklung Winterthur zu erhalten.
Das Amt für Stadtentwicklung nahm dies zum Anlass, zusammen mit dem Interkulturellen Forum Winterthur, ein Projekt aufzugleisen, bei dem die Geschichte der Migration aufgearbeitet und an eine breite Öffentlichkeit vermittelt werden soll.
Feierlichkeiten und Führungen
Die festliche Strassenbenennung am Abend des 7. Mai 2026 bildet den Auftakt dazu. Das Interkulturelle Forum Winterthur wird in den nächsten Monaten in der Stadt Winterthur mehrere Führungen zur Winterthurer Migrationsgeschichte und Inhalte auf der neuen Webplattform «Wintegration.ch» anbieten. Zusätzlich finden Veranstaltungen zum Thema statt.










