Schweiz und Marokko sprechen über Migration und die Westsahara
Bundesrat Ignazio Cassis hat am Freitag in Bern seinen marokkanischen Amtskollegen, Aussenminister Nasser Bourita, empfangen. Gesprächsthemen waren Migration, Forschung, Bildung, Klima, Westsahara und die wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Beide Minister lobten nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten die soliden Beziehungen zwischen ihren Ländern. Diese werden durch einen Handelsaustausch im Wert von fast einer Milliarde Schweizer Franken und Schweizer Investitionen in Marokko in Höhe von rund 650 Millionen Franken getragen.
Beide Länder vereinbarten, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Zu den Prioritäten gehört die Westsahara-Frage. Die Schweiz bekräftigte ihre Unterstützung für den unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen geführten Prozess. Der von Marokko vorgeschlagene Autonomieplan werde als «seriöse, glaubwürdige und pragmatische» Grundlage für eine dauerhafte Lösung im Einklang mit den Resolutionen des Sicherheitsrats betrachtet, hiess es.
Die Migrationsfrage war ein weiterer Schwerpunkt des Treffens. So haben Bern und Rabat Gespräche aufgenommen, um die Rückübernahmeverfahren zu verbessern und die konsularische Zusammenarbeit zu verstärken. Die Bemühungen zeigten, dass die Zusammenarbeit funktioniere, sagte Cassis.
Die beiden Politiker bekräftigten zudem ihr Bekenntnis zum Multilateralismus, den sie als wesentlichen Hebel für internationalen Frieden und Sicherheit betrachten – insbesondere im Rahmen von Friedenssicherungseinsätzen.
In der Schweiz leben rund 24'000 marokkanische Staatsbürger, während 1750 Schweizer Bürger in Marokko wohnen.










