Am 1. Februar muss sich ein junger Schweizer wegen versuchten Mordes vor dem Winterthurer Bezirksgericht verantworten. Er ist angeklagt, weil er eine Polizeisperre durchbrach und eine Polizistin anfuhr. Sie wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich verletzt.
Justitia
Statue der Justitia. - dpa

Der damals 20-jährige Schweizer hatte am 13. Oktober 2019 in Neftenbach bei Winterthur einen schwarzen BMW aus einer Garage gestohlen. Am Tag nach dem Diebstahl konnte die Polizei das Auto in Winterthur orten und baute sofort eine Strassensperre auf.

Als der Mann die Polizei sah, hielt er mit dem BMW zunächst an, beschleunigte dann aber plötzlich, um die Sperre zu durchbrechen. Dabei fuhr er die damals 39-jährige Polizistin an. Sie wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert, prallte auf dem Asphalt auf und wurde lebensgefährlich verletzt. Eine weitere Polizistin konnte sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen.

Am 1. Februar muss sich der junge Mann nun vor dem Bezirksgericht für seine Tat verantworten. Die Staatsanwaltschaft will ihn unter anderem wegen versuchten Mordes verurteilt sehen. Das geforderte Strafmass wird erst am Prozess bekannt gegeben.

Der Beschuldigte, der seit der Tat im Gefängnis sitzt, ist gemäss Angaben des Gerichts bisher nicht geständig. Die damals lebensgefährlich verletzte Polizistin konnte an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Für dem Prozess sind vier Tage angesetzt. Die Urteilseröffnung findet am 8. März statt.

Auch vor dem Zürcher Bezirksgericht sitzt demnächst ein junger Mann auf der Anklagebank, der eine Polizistin über den Haufen fuhr und lebensgefährlich verletzte. Diese Tat passierte im Jahr 2020 auf dem Zürcher Strichplatz. Auch dieser junge Schweizer ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.

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