HC Rychenberg Winterthur bezwingt Uster erneut
Der HC Rychenberg Winterthur schlägt Kantonsrivale Uster wie im Oktober nach Verlängerung. Trotz Steigerung und Chancenplus bleibt ein unnötiger Punktverlust.

Wie der HC Rychenberg Winterthur mitteilt, bekamen 789 Zuschauer am Mittwochabend, 7. Januar 2026, eine Art Blaupause vom Duell derselben Kontrahenten im Oktober vergangenen Jahres vorgesetzt. Wie damals bezwang der HC Rychenberg seinen Kantonsrivalen Uster auch im Rückspiel nach Verlängerung, und vergrösserte damit seinen Vorsprung auf den Tabellennachbarn auf zwei Punkte.
Das entscheidende Tor erzielte diesmal Kimo Oesch in der dritten Minute der Verlängerung. Und wie damals konnte das «Golden Goals» auch diesmal nicht überdecken, dass die Winterthurer in der Gesamtschau der Partie von einem unnötigen Punktverlust sprechen mussten.
Zum Auftakt einer Serie von drei Partien innert fünf Tagen legte der HCR in der AXA Arena einen Steigerungslauf hin. Der Start missriet ihm noch. In den ersten drei Minuten unterliefen ihm drei grobe Schnitzer im Aufbau, sodass die hauptsächlich auf Konter lauernden Gäste früh erste gute Möglichkeiten für eine Führung besassen.
Im weiteren Verlauf des ersten Drittels konnte sich das Heimteam zwar stabilisieren, aber das Geschehen blieb für seinen Geschmack vorerst allzu fehlerhaft, hektisch und wild. Zögerliche oder wenig zweckmässige Entscheidungen verhinderten ein kontrolliertes Vorgehen noch.
Steigerung ab dem Mitteldrittel
Noch, denn ab dem Mitteldrittel konnte sich der HCR steigern. Immer besser gelang es ihm, die Zügel in den Händen zu halten, sich in Usters Hälfte festzusetzen und dessen schnelle Gegenstösse zu unterbinden. Allerdings litt unter dieser geordneteren Spielweise das Angriffsspiel.
Torchancen blieben in den zweiten zwanzig Minuten eine Seltenheit, freilich auf beiden Seiten. Dessen ungeachtet gelang es den Gästen, aus dem 2:2 zur ersten Pause ein 4:3 zu machen und so mit einem kleinen Vorsprung in die zweite Pause zu gehen.
Dieser hielt indessen nicht lange. Mit der ersten Grosschance des Schlussdrittels glich der HCR zum vierten Mal aus und im Anschluss daran legte er seine offensive Zurückhaltung des zweiten Abschnitts ab. Er war fortan nicht nur Herr der Lage, sondern erspielte sich auch zahlreiche Möglichkeiten mit grossem Potenzial.
Allein zwischen der 41. und 44. Minute brachte er sich neunmal in beste Abschlussposition und hätte in dieser Phase die Vorentscheidung herbeiführen müssen. Mehr als die erstmalige Führung schaute jedoch nicht heraus und weil der HCR in der Folge im Abschluss sehr freigiebig blieb, liess er den Gästen die Hintertür «Lucky Punch» offen. Durch diese trat Uster in der 56. Minute und rettete sich in die Verlängerung.









