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Neuer Whatsapp-Kranz soll skeptische User zur KI locken

Bettina Zanni
Bettina Zanni

Zürich,

Der KI-Kreis auf Whatsapp hat sich in einen lila Kranz verwandelt. Ein KI-Experte geht davon aus, dass das neue Design skeptische User vom Tool überzeugen soll.

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Whatsapp will User dazu bringen, KI zu nutzen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Icon unten rechts auf der Messenger-App Whatsapp hat sich verändert.
  • Der lila Kranz soll bei Usern wohl mehr Vertrauen wecken, vermutet ein KI-Experte.
  • Grund dafür sind Datenschutzbedenken.

User reagierten verwundert: Plötzlich tauchte in Whatsapp unten rechts ein blau schimmernder Kreis auf. Dabei handelt es sich um einen KI-Chatbot.

Rund ein Jahr später sorgt das Icon erneut für Fragezeichen. Mehreren Schweizer Usern fällt auf, dass dieses keinen Kreis mehr darstellt. Stattdessen hat es sich in einen lila Kranz verwandelt.

Offiziell angekündigt hat der Meta-Konzern das neue Icon nicht.

«Letzte Bastion der Privatsphäre»

KI-Experte Mike Schwede geht davon aus, dass Meta das Icon geändert hat, um User neugierig zu machen. «Denn die KI auf Whatsapp hat sich auch nach einem Jahr nicht durchgesetzt», sagt er zu Nau.ch.

Für viele User sei Whatsapp noch die letzte Bastion der digitalen Privatsphäre. «Deshalb sind sie gegenüber Meta-KI nach wie vor kritisch eingestellt.»

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So sah der KI-Kreis früher aus. «Die KI auf Whatsapp hat sich auch nach einem Jahr nicht durchgesetzt», sagt KI-Experte Mike Schwede. - Nau.ch

Schwede beschreibt das neue Icon im Vergleich zum Kreis als freundlicher und organischer.

«Es sieht etwas harmloser und weniger KI-mässig aus.» Der lila Kranz solle bei Usern wohl mehr Vertrauen wecken, vermutet er.

Nutzt du die KI auf Whatsapp?

Klickt man auf das Icon, zeigt der Chatbot 30 verschiedene Optionen an. So kann man einen Witz, neuen Lesestoff, Anti-Stress-Tipps oder Serien-Tipps verlangen.

Auch hilft der Bot bei den Hausaufgaben, beim Verfassen einer Nachricht an Kollegen oder steht für Erziehungstipps zur Verfügung.

Witze und Tipps von KI auf Whatsapp

Witze hat die Meta-KI von den Kategorien «Büro-Alltag» bis «leicht nerdig» auf Lager.

Auch «klassisch-doof» ist dabei. Der Witz geht dann so: «Was ist grün und steht vor der Tür? Ein Klopfsalat.»

Bei anderen Optionen kommt man aber nicht darum herum, Persönliches preiszugeben. Bei den Anti-Stress-Tipps soll man der KI seinen Stresspegel auf einer Skala von Eins bis Zehn angeben.

Auch fragt die KI: «Was hat heute am meisten reingehauen?»

Laut Meta sind die persönlichen Chats mit den Kontakten der User für die KI tabu. «Meta AI kann nur Inhalte lesen, die mit der KI geteilt wurden.»

Das passiert mit den Daten

Konkret geteilt werden laut Mike Schwede direkte sogenannte Prompts: «Jede Frage und jedes hochgeladene Bild im KI-Chat wandert zur Verarbeitung auf die Meta-Server.»

Auch überträgt die Whatsapp-KI Nachrichten, die User mit «@Meta AI» markieren. Ähnlich verhält es sich mit Feedback-Daten. «Mit jedem ‹Daumen hoch/runter› fütterst du die Optimierungs-Logik des Modells», sagt Schwede.

Der KI-Experte empfiehlt Usern der Whatsapp-KI, diese wie ein öffentliches Forum zu behandeln. «Nützlich, aber nicht als Ort für Geheimnisse.»

Kommentare

User #1854 (nicht angemeldet)

'Whatsapp die letzte Bastion der digitalen Privatsphäre' - der Witz des Tages ! lol

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