HC Rychenberg-Winterthur

Auf zum Meistertitel: HC Rychenberg steht erstmals im Superfinale

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Winterthur Stadt,

Olé, olé, olé, oléééééé!!! Der HCR gewann die Serie gegen Rekordmeister Wiler-Ersigen mit 4:1. Am Samstag, 25. April, trifft der HCR auf Zug oder Thurgau.

HC Rychenberg Winterthur
Der HC Rychenberg Winterthur ist ein Schweizer Unihockeyverein aus Winterthur. Er trägt seine Heimspiele in der AXA-Arena aus. - Markus Aeschimann/ Grafik Nau.ch

Der HC Rychenberg steht erstmals im Superfinale im Kampf um den Schweizermeister-Titel, wie der Verein mitteilt. Am Samstag, 25. April, trifft der HCR in der Fribourger Eishalle vor vollem Haus entweder auf Zug oder Thurgau.

Der HCR gewann die Serie gegen Rekordmeister Wiler-Ersigen mit 4:1. Das letzte Spiel endete dramatisch und final im Penaltyschiessen.

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt ...

Die Leistung des HC Rychenberg in den letzten Wochen hat für viel Erstaunen und teilweise sogar offene Münder gesorgt. Nach einer schwierigen Regular Season und einem siebten Rang in der Qualifikation, wurde dem Winterthurer Traditionsverein von vielen, auch vermeintlichen Experten, in den Playoffs nicht allzu viel zugetraut.

Doch meistens kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.

Nachdem der Quali-Dritte Tigers Langnau mit einem 4:0-Seriensieg aus dem Titelrennen gefegt wurde, bekam man es im Halbfinale mit dem SV Wiler Ersigen zu tun – scheinbar unschlagbarer, 13-facher Rekordmeister.

Denn seit 2002 und ihrem ersten Halbfinaleinzug haben die Unteremmentaler zwanzig Mal in Folge das Halbfinale gewonnen und dabei 77:14 Siege eingefahren. Die Aufgabe für den HCR schien beinahe aussichtslos.

Taktik stimmte bis ins kleinste Detail

Das wichtigste Ziel der Trainerstaff des HCR war deshalb, dass man den Bernern ohne jeden unnötigen Respekt, immer zumindest auf Augenhöhe begegnen wollte. Dieses Auftreten machte dem SVWE von der ersten Minute der Best-of Seven-Serie ganz offensichtlich zu schaffen.

Von den meisten Gegnern eine respektvollere Behandlung gewöhnt, kehrten sich die «Machtverhältnisse» in diesem Halbfinale ziemlich schnell. Nach der 3:1-Serien-Führung bekam der HCR nun am Mittwochabend seinen ersten Matchball: und trotz beschwerlicher Anreise, aufgrund eines Staus benötigte der Moser Reisen Mannschaftsbus allein bis zum Würenloser Fressbalken mehr als zwei Stunden, waren die Gelben voll geladen und parat.

Und wie in allen bisherigen Spielen stimmte die Taktik in Defense und Offense bis ins kleinste Detail.

Symbolisches Kränzchenwinden für Goalie Eric Kunz

Wiler machte in diesem für sie vielleicht letzten Partie dieser Saison keinerlei Geschenke, so endete das Spiel schliesslich adäquat zu den bisherigen Matches hoch dramatisch. Diesmal sogar im Penaltyschiessen.

Beidseitig zeigte die meisten auserkorenen Schützen Nerven und so blieb es Captain Michel Wöcke vorbehalten, den entscheidenden Strafstoss sicher zu vollstrecken, obwohl ihm das neue Reglement seine kühnen Zorro-Moves nicht mehr erlaubt.

Aus Winterthurer Sicht kann man natürlich dem jungen Goalie Eric Kunz kaum ein genug grosses Kränzchen winden. Der hoch veranlagte Keeper war wie generell in den regulären Spielen zuvor, nun mit seinen gehaltenen Penalties einer der frühreifen Väter des Sieges.

In dieser Saison scheint nichts unmöglich

Nun steht der HCR allen Unkenufen zum Trotz im Superfinale. 1992, 1993 und 2010 hatten die Winterthurer den Vize-Meistertitel errungen.

Champion-Meriten fehlen noch im Palmares des einzigen Vereines schweizweit, der seit der ersten Meisterschaft 1984 immer in der obersten Spielklasse vertreten war.

Nun kommt die Chance, am übernächsten Samstag im Fribourger Eishockeytempel BCF-Arena erstmals die wertvollste Trophäe im Schweizer Unihockeysport zu erringen.

Für diese Mannschaft scheint in dieser Saison nichts unmöglich.

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