Wellness

    Gewerbliche Nutzung statt Wellness an der Badgasse

    Die geplante Wellnessanlage an der Badgasse 6 scheitert wirtschaftlich. Die Stadt Winterthur entwickelt das Gebäude nun für eine gewerbliche Nutzung weiter.

    Stadtbrunnen beim Stadthaus Winterthur.
    Stadtbrunnen beim Stadthaus Winterthur. - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie die Stadt Winterthur berichtet, sollte im Rahmen der Weiterentwicklung des Obertor-Areals an der Badgasse 6 in Anlehnung an die frühere Bad- und Waschanstalt eine Wellnesseinrichtung entstehen. Im Laufe der Planung durch die Baurechtnehmerin wurde jedoch deutlich, dass sich dieses Vorhaben nicht wirtschaftlich umsetzen lässt. Die Stadt Winterthur plant deshalb, das Gebäude für eine gewerbliche Nutzung selbst weiterzuentwickeln.

    Im August 2022 beschloss das Stadtparlament, die Liegenschaft an der Badgasse 6 als Einzelprojekt des Obertor-Areals im Baurecht abzugeben. Für das kantonal geschützte Gebäude – ursprünglich eine Bad- und Waschanstalt und zuletzt durch die Stadtpolizei genutzt – war eine erneute Wellnessnutzung vorgesehen.

    In der Folge suchte die Stadt Winterthur in einer öffentlichen Ausschreibung nach einer Investorin und Betreiberin. Im Mai 2023 erhielt die Bain-Bleu S.A. aus Bubikon mit einem Betriebskonzept, das eine Kombination aus Badelandschaft und Kunst vorsah, den Zuschlag.

    Wirtschaftliche Gründe führen zum Projektabbruch

    Nach der Beurkundung des Baurechtsvertrags arbeitete die Investorin das Bauprojekt in Abstimmung mit Fachplaner:innen und den städtischen Behörden weiter aus. Im Laufe der konkretisierten Planung und umfassenden Abklärungen kristallisierte sich jedoch heraus, dass sich die Idee einer Badeanstalt nicht wirtschaftlich umsetzen lässt.

    Entsprechend verzichtete die Bain-Bleu S.A. darauf, ein Baugesuch einzureichen. Damit fällt der Baurechtsvertrag gegenseitig ersatz- und entschädigungslos dahin und die Liegenschaft verbleibt im Eigentum der Stadt Winterthur.

    Neuprojektierung für gewerbliche Nutzung

    Für den Fall, dass sich keine geeignete Trägerschaft für eine Badeanstalt finden lässt, sah der Parlamentsentscheid von 2022 vor, dass die Liegenschaft an der Badgasse 6 Bestandteil des Planungsauftrags Obertor 11, 13 und 17 werden soll. Die drei Gebäude am Obertor werden zurzeit durch die Stadt Winterthur umfassend saniert.

    Entsprechend wird die Stadt nun auch das historische Gebäude an der Badgasse 6 selbst weiterentwickeln. Gemäss der parlamentarischen Vorgabe wird eine gewerbliche Nutzung angestrebt – vorstellbar sind etwa Büroräumlichkeiten, eine medizinische Praxis oder ähnliches.

    Für die geplante Nutzung soll die Gebäudehülle in Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege saniert, das Gebäudeinnere ebenfalls einer Sanierung unterzogen und der Grundausbau umgesetzt werden. Die Stadt Winterthur hat bereits die Planung aufgegleist, mit dem Ziel, ab Ende 2026 mit den Ausführungsarbeiten beginnen zu können.

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