Auf dem Pausenareal der Winterthurer Primarschule Zinzikon steht seit wenigen Wochen der «Statt-Spiel-Platz».
Blick auf die Stadt Winterthur. - Keystone

Der zur Spiellandschaft umgebaute Container «Statt-Spiel-Platz», den Stadtrat Stefan Fritschi heute den Medien vorgestellt hat, soll als Übergangslösung dort eingesetzt werden, wo Not im Spiel ist. Das heisst, wenn ganze Spielplätze saniert werden oder wichtige Spielgeräte unerwartet ausfallen. Er ist der grösste Wanderspielplatz der Schweiz.

In der Stadt Winterthur gibt es 165 öffentliche Spielplätze, die von Stadtgrün unterhalten werden. Der Ersatz von Spielgeräten muss aufgrund der langen Lieferfristen gut geplant werden. Fällt ein Gerät unerwartet aus, entsteht meist eine länger dauernde Lücke. Einschneidend für ein Quartier oder eine Schulanlage ist auch, wenn der gesamte Spielplatz saniert werden muss. Dies wird in den nächsten Jahren öfter der Fall sein, da viele Spielplätze in Winterthur in den Nullerjahren erstellt wurden und nach 15 bis 20 Jahren komplett saniert werden müssen.

Diese Lücken soll künftig der «Statt-Spiel-Platz» füllen. Zurzeit steht er bei der Schule Zinzikon. Dort mussten die bestehenden Spielgeräte aufgrund von Überbeanspruchung frühzeitig ersetzt werden. Die Bauarbeiten sind noch im Gang und die Schülerinnen, Schüler, Kindergärtler und Kindergärtlerinnen hätten ohne den «Statt-Spiel-Platz» im Moment keine Geräte zum Spielen.

Nachhaltig, ökologisch wertvoll und für eine breite Altersklasse

Der umgebaute Schiffs-Container hat 95'000 Franken gekostet und ist von Stadtgrün gemeinsam mit dem Schweizer Spielplatzbauer Kukuk konzipiert worden. Per Lastwagen transportierbar steht er einfach und schnell als Ersatzspielplatz zur Verfügung. Denn der «Statt-Spiel-Platz» braucht zwar einen festen Untergrund und einen per Lastwagen anfahrbaren Standort, aber keine zusätzlichen Installationen wie etwa einen Fallschutz oder ein Fundament.

Die Spielgeräte im Innern sind für Kinder im Alter von Kindergarten- bis Mittelstufe konzipiert: Sie können darin Verstecken spielen, Klettern, Schaukeln, Rutschen oder auch Balancieren. Die verwendeten Materialien sind wiederverwertet oder nachhaltig und ökologisch wertvoll.

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