Wie die Gemeinde Hergiswil bei Willisau mitteilt, wurde anstatt einem Minus von 348’586 Franken, ein Ertragsüberschuss von 1’070’796 Franken erwirtschaftet.
Hergiswil bei Willisau
Hergiswil bei Willisau. - hergiswil-lu.ch
Ad

Die Erfolgsrechnung 2022 der Gemeinde zeigt einen Ertragsüberschuss von 1’070’796,31 Franken.

Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 348’585,83 Franken.

Die Investitionsrechnung 2022 verzeigt Brutto-Ausgaben von 2’999’675,95 Franken und Einnahmen von 180’204,45 Franken.

Die Globalbudgets aller fünf Aufgabenbereiche konnten eingehalten werden.

Der Bauland-Verkauf ist mitverantwortlich für die positiven Zahlen

Die von den Stimmberechtigten bewilligten Finanzmittel im Jahr 2022 wurden wiederum sehr kostenbewusst eingesetzt.

Zurückzuführen ist der Gewinn insbesondere auf die geringeren Aufwände bei den verschiedenen Dienststellen mit konsequenter Überprüfung der Kosten bei Neu- und Ersatzbeschaffungen sowie auf den Buchgewinn durch den Verkauf des Baulandes im Gebiet Luegetalmatte von 331’344 Franken.

Der Umbau im St. Johann war die grösste Investition

Mit mehr als 1,70 Millionen Franken war der Umbau der Altbauzimmer im St. Johann, Wohnen und Betreuung im Alter die grösste Investition.

Die Ausgaben für die Erweiterung ARA Höll-Sagenmatt betrugen im 2022 167’264,90 Franken und für die Erweiterung Schulhaus Steinacher 368’022,85 Franken.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulhauses Steinacher kostete 62’097,70 Franken, die Umrüstung LED in der Steinacherhalle 43’555,60 Franken und die Sanierung Boden im Foyer EG-UG der Steinacherhalle 29’106,45 Franken.

Für den Ausbau der Güterstrassen und für die Gemeindestrassen entstanden Kosten von rund 220’000 Franken.

Das Eigenkapital liegt bei 20’025’991 Franken

Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugewiesen. Neu verfügt die Gemeinde über ein Eigenkapital von 20’025’991 Franken.

Davon sind jedoch rund 10,5 Millionen Franken Spezialfinanzierungen.

Die Spezialfinanzierungen decken die laufenden Ausgaben

Unter Spezialfinanzierung wird die Zuordnung von Einnahmen an bestimmte Aufgaben verstanden (zweckgebundene Einnahmen).

Sie müssen durch eine gesetzliche Grundlage abgestützt sein.

Die Spezialfinanzierung hat das Ziel, dass die generierten Einnahmen die laufenden Ausgaben und anstehenden Investitionen in der jeweiligen Aufgabe decken.

Pro Einwohner ergibt sich eine Nettoschuld von 38,40 Franken

Wegen den hohen Investitionen von knapp drei Millionen Franken ergibt sich im 2022 eine kleine Nettoschuld von 38,40 Franken pro Einwohner.

Im Jahr 2021 lag ein Nettovermögen pro Einwohner von 331,50 Franken vor.

Als Vergleich: Vor sieben Jahren betrug die Nettoschuld pro Einwohner noch 3’580,25 Franken.

Alle berechneten Finanzkennzahlen erfüllen die kantonalen Vorgaben.

Immer noch stark auf den kantonalen Finanzausgleich angewiesen

Trotz gutem Abschluss und einer nur kleinen Nettoschuld gilt es wiederum zu beachten, dass die Gemeinde noch immer stark auf den kantonalen Finanzausgleich angewiesen ist.

Ohne den Finanzausgleich könnten die vielseitigen Gemeindeaufgaben in Hergiswil bei Willisau nicht bewältigt werden.

Der Handlungsspielraum der Gemeinde wird darum auch in Zukunft eher gering sein.

Die Beschlussfassung über den Jahresbericht (Jahresrechnung) findet an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 10. Mai 2023, 20 Uhr statt.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

FrankenVerkaufHergiswil bei WillisauWillisau